#95 Millionenschaden an der Ostsee: Was hat uns die Sturmflut von 2023 gelehrt? – mit Philipp Mühlenhardt
Shownotes
Am 20. Oktober 2023 verwandelte eine Jahrhundertflut die Ostsee in ein Katastrophengebiet. Besonders hart traf es den Olympiahafen Kiel-Schilksee, obwohl die Sturmflut Tage vorher angekündigt war. Drei Jahre später wollen wir wissen: Sind unsere Häfen heute besser geschützt oder warten wir nur auf die nächste Katastrophe?
Zu Gast ist Geschäftsführer Philipp Mühlenhardt vom Sporthafen Kiel, der diese Nacht an vorderster Front erlebt hat. Er erzählt, wie er seinen Urlaub abbrechen musste, welche Gewalt Wellen von 5,3 Metern und 70 Knoten Wind entfalteten und warum fünf bis zehn Zentimeter mehr Wasserstand die gesamten Schwimmstege hätten losreißen können.
Offen spricht er über Entscheidungen unter enormem Zeit- und Kostendruck, über Bürokratie, Plünderungen und die Frage, ob man beim Wiederaufbau eine Chance verpasst hat. Außerdem erfährt man, was Philipp Mühlenhardt heute Seglern raten würde und was mit seinem eigenen Boot in jener Nacht passiert ist.
Lesen Sie passend dazu diesen YACHT-Artikel.
Wenn ihr noch nicht genug von Segelthemen habt, dann schaut unbedingt auf www.yacht.de! Außerdem halten wir euch bei Instagram, Facebook, TikTok und YACHT tv immer auf dem Laufenden!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hier ist der Yacht-Podcast mit Journalist und Segler Tim Kruse, unterstützt von Allianz Capital Solutions.
00:00:08: Hier geht es um Menschen die Verantwortung übernehmen – Dinge aufbauen und bereit sind Entscheidungen zu treffen.
00:00:13: Allianze Capital Solutions entwickelt verlässliche Lösungen!
00:00:17: Und jetzt gibt's Segeln für die Ohren
00:00:20: Den zwanzigsten Oktober, wir werden Ostsee-Anreiner nie vergessen.
00:00:24: An diesem Tag verwandelte eine Jahrhundertflut die Ostsee in ein Katastrophengebiet.
00:00:29: Besonders schlimm traf es den Olympianhafen Kiel Schilksee und das obwohl die Sturmflut Tage vorher angekündigt worden war.
00:00:35: Drei Jahre später fragen wir was haben wir daraus gelernt?
00:00:38: Sind unsere Häfen heute besser geschützt oder warten wir nur auf die nächste Katastrophe.
00:00:42: Darüber spreche ich heute mit Philipp Mühlenhardt vom Sporthafen Kiel, moin Philip erst mal zum Yacht-Podcast!
00:00:48: Moin Tim!
00:00:49: Wir reden über eine Nacht, die die meisten in unseren Breiten für nicht möglich gehalten hätten, würde ich mal sagen.
00:00:54: Wir reden auch über Millionen für den Wiederaufbau und über die vielleicht wichtigste Frage – wie sicher ist mein Boot eigentlich heute im Hafen?
00:01:06: Ja, der zwanzigste Oktober hat bei mir tatsächlich wahrscheinlich am neunzehnten angefangen.
00:01:09: Wenn in der Nacht vom Neunzehn auf den Zwanzigsten habe ich im Urlaub Weiland in Amsterdam die Entscheidung darauf, ich muss zurück nach Kiel da bahnt sich was an.
00:01:17: das war zeichnete sie sich ja schon wie Tage vorher so klein ein bisschen ab.
00:01:20: Insofern hab' ich mich dann also spontan entschieden mit einer nacht eigentlich aufzubrechen nach kiel.
00:01:25: Das war alles ein bisschen holprig.
00:01:27: Weil ich mein Führerschein vergessen hatte, konnte ich keinen Leihwagen nehmen.
00:01:29: Bin dann in einen Flixbus gestiegen der mich mit einer Nacht von Amsterdam nach Hamburg gebracht hat um dann von Hamburg aus mit der Deutschen Bahn mitten in Schleswig-Holstein zu stranden weil dort ein Baum auf der Schiene lag sozusagen als Vorbote essen was mich da im Verlauf des Tages erwarten sollte.
00:01:45: Den restlichen Meter nach Kiel habe ich dann in einem Taxi zurückgelegt.
00:01:49: Ja, und dann ging das Ganze los.
00:01:51: Zunächst noch ganz sanft.
00:01:53: Es war viel Wind, es war auch ein hoher Rasserstand.
00:01:56: Aber ab da nahm sozusagen der Schicksal seinen Lauf.
00:01:59: Als du in Kiel-Schilksee ankamst quasi in deinem Hafen hast du das erwartet?
00:02:05: Oder hast du gedacht ... Man traut ja eigentlich sein Augen nicht, als man's gesehen hat, ne?
00:02:09: Genau tatsächlich!
00:02:10: Also es war schon vorher gesagt dass es höher kommen würde als wie normalerweise gewohnt sind... Mir schon so ein bisschen das Signal gegeben, wir müssen uns vorbereiten.
00:02:22: Wir haben dann entschieden und ich habe echt ganz tolle Mitarbeiter, wir haben dann gemeinsam entschieden dass wir alles versuchen zu retten was zu rettern ist.
00:02:31: Haben uns darauf eingestellt dass wir auch die Nacht und den Abend irgendwie verbringen um die Boote zu sichern, um die Anlagen zu sicheren und so sind wir also wehnten wie uns eigentlich ganz gut vorbereitet und das war sozusagen unsere Vorbereitung.
00:02:44: aber wir haben schon geahnt da was auf uns zukommen würde.
00:02:47: Es war ja eine ganz besondere Wetterlage, also es kam ein Orkan über die Nordsee und es lag ein sehr stabiles Hochdruckgebiet übers Kaninavien.
00:02:55: Und der Druckunterschied war so hoch.
00:02:57: das ist dann einfach die Ostsee runterballerte wie es sehr selten auch vorkommt.
00:03:01: Und es gab in den letzten Mal eine solche Sturmflut.
00:03:05: Das heißt im Grunde habe ich als Ostsee-Anreiner niemals gedacht dass so etwas möglich sein würde... ...und dann war's eben doch so dass der Olympiahafen quasi zerstört war.
00:03:15: So sah es zumindest mal aus dann direkt am nächsten Tag.
00:03:18: Genau, so sah es aus und ich kann vielleicht ein paar konkrete Wetterdaten vorweg schicken.
00:03:23: Was sagt ihr?
00:03:25: Das ist kein Wert auf der Richterskala, das sind auch keine Zentimeter, sondern das war tatsächlich die signifikante Wellenhöhe in der Strander Bucht.
00:03:33: Das muss man sich einmal vor Augen führen.
00:03:35: da kann man sich schon vorstellen was das mit einem Hafen macht wo die Mole draußen herum drei Meter hoch ist.
00:03:41: Das war natürlich auch ein Teil dessen, was uns das Genick gebrochen hat neben dem Wind.
00:03:45: Denn wir haben gemessen am Leuchtturm in Kiel siebzig Knotenwind.
00:03:49: Das sind alles Fakten wie von Sebastian vom Wetterwelt bekommen habe.
00:03:54: Also diese Kombination aus dieser Wellenhöhe und diesem Wasserstand und dem Wind lässt schon erahnen dass es nicht spurlos an so einer Anlage vorüber geht.
00:04:03: Und das hat am Ende dann natürlich dazu geführt, dass das passiert ist was wir dann am nächsten Morgen leider sehen mussten.
00:04:10: In der Yacht steht auch im Artikel, dass du gesagt hast also fünf bis zehn Zentimeter mehr und das wäre noch viel, viel schlimmer geworden.
00:04:17: Weil dann hätten wir die ganzen Schwimmstege komplett verloren.
00:04:19: Die werden aus ihren Verankerungen gerutscht.
00:04:22: Erklär uns das noch ein bisschen?
00:04:23: Ja tatsächlich genau!
00:04:24: Das ist es...das wäre passiert.
00:04:26: Und zwar sind die Schwimmstäge mit sogenannten Fallschlössern an Haltefehlen fixiert, die ermöglichen, dass sich der Schwimmstick wechselndem Wasserstand jeweils anpasst.
00:04:38: Und das war tatsächlich so, dass da die letzten Zentimeter jetzt noch gefehlt hätten.
00:04:42: Dann wären die Falschlösser oben über die Enden der Fele gerutscht und dann werden die Schwimmstiege quasi frei durch den Hafen geschwommen und hätten alles mitgenommen was sich im Weg stellt.
00:04:53: Und natürlich auch die Schiffe, die zu dem Zeitpunkt an den Schwimmstägen befestigt waren also.
00:04:57: Dann wäre es schon eine ganz großen Katastrophe gekommen.
00:05:00: Es war ja trotzdem ne Katastrufe müssen wir klar sagen.
00:05:03: Also sind ja allein in Schickssee wenn ich das richtig in Erinnerung habe, Es gab mehrere Totalschäden noch dazu.
00:05:10: Hast du so persönliche Schicksale dann auch miterlebt?
00:05:12: Weil da sind ja Leute, die haben ihre Boote gehegt und gepflegt über Jahrzehnte auf viel Geld reingesteckt.
00:05:17: Klar hat man eine Versicherung und dennoch... Man liebt ja so ein Boot wie ein Familienmitglied!
00:05:21: Das war ja Wahnsinn was da passierte
00:05:22: ne?!
00:05:24: Also es war ganz beeindruckend.
00:05:25: Ich habe tatsächlich erwachsene Menschen, erwachssene Männer wie du und ich, daran hindern müssen in der Nacht noch den Steg zu betreten weil ich muss doch mal ein Boot retten.
00:05:35: Das war ganz ergreifend.
00:05:37: da haben erwachsenen Menschen mit Tränen vor mir gestanden.
00:05:40: Es war fürchterlich kann man gar nicht beschreiben.
00:05:44: Da hat das Schiff natürlich schon eine Seele und jeder verbindet mit seinem Schiff ganz viele persönliche Erinnerungen.
00:05:49: Und es war erschütternd, auch am nächsten Morgen wie die Menschen vor ihren Boten gestanden haben.
00:05:54: Ganz dramatisch!
00:05:55: Ja wir haben alle... Die Segeln an der Ostsee natürlich auch Bekannte, die ihre Schiffe verloren haben.
00:06:00: Wie gefährlich war's denn eigentlich in der Nacht dann?
00:06:02: Also ich weiß viele wollten ihre Boote irgendwie nochmal sichern und noch mehr Leinen um die Dalben legen und so.
00:06:07: Wie gefährlig war's da
00:06:08: draußen?!
00:06:09: Also in der Nacht war es tatsächlich so, ich hab's ja beschrieben was für eine Wellenhöhe wir hatten.
00:06:12: Die Wellen sind natürlich ungehindert auch in den Hafen gelaufen und es waren tatsächlich aber auch noch ein paar wenige Personen an Bord die versucht haben ihr Schiff zu retten Und das war ganz klar eigentlich verbunden mit Lebensgefahr.
00:06:22: Wir haben dann versucht den Letzten doch irgendwie runterzukriegen.
00:06:24: Es ist zum Glück... Das muss man ja mal festhalten.
00:06:27: Es ist niemand zu schaden gekommen Es ist keine Person zu schadengekommen.
00:06:32: Das ist nicht selbstverständlich bei dem was wir da erlebt haben.
00:06:34: also Da können wir wirklich vom Bild sagen
00:06:37: Ihr habt Schilksee dann in Rekordzeit wieder nutzbar gemacht, aber ihr habt viele Anlagen eigentlich nur repariert und nicht mal grundsätzlich modernisiert.
00:06:45: War das richtig so oder habt ihr damals auch vielleicht eine Chance verpasst den Hafen wirklich Sturmflut sicherer zu machen?
00:06:52: Weil wir haben große Wetterveränderungen vor uns!
00:06:54: Wir sind erst am Anfang einer Klimakatastrophe die wahrscheinlich auf uns zukommt.
00:06:58: Habt ihr etwas versäumt oder habt dir das so gemacht wie es einfach auch monetär nicht anders möglich
00:07:01: war?!
00:07:03: Du legst natürlich ein Finger in die Wunde, das hat ganz viele Aspekte.
00:07:07: Klar auf der einen Seite war es so dass für uns eine Ehrensache war wir wollen im nächsten Jahr wieder Kilo Woche machen.
00:07:12: dazu müssen wir den Hafen aufbauen.
00:07:14: da sind wir in großes Risiko gegangen auch finanziell großes Risikogang und rückblickend fragt man sich natürlich schon was hätte man etwas anders machen können.
00:07:24: mit dem Ausblick auf eine anstehende Kilo-Woche war klar, man hätte das in der Zeit gar nicht wieder aufbauen können.
00:07:30: Das hätte bedeutet dass zwei drei Jahre die Kieler Woche hätte ausfallen müssen.
00:07:34: wenn wir jetzt auch im Südhafen wo wir ja Feststege haben was auch ein großes Problem war Wenn wir das hätten ersetzen wollen durch Schlimmstege dann hätte das jahre gedauert.
00:07:43: also Und insofern ist so ein bisschen ambivalent der Eindruck da.
00:07:48: Auf der Seite hätte man sich besser aufstellen können, auch aufstellen müssen während die Diskussionen jetzt in den letzten Tagen vielfach geführt und wir werden auch in der Zukunft noch das eine oder andere machen müssen.
00:08:00: So ein bisschen blieb natürlich die Hoffnung dass dieses krasse Ereignis was wir da erlebt haben eben dann doch so einen Einzelfall war ich.
00:08:06: Man denkt doch nicht zurück an Wendorf als im Sommerlader der Orkan alles zerlegt hat Eine Sache, die nie wieder passiert ist, die so ein Einzelereignis war.
00:08:15: Aber klar macht einen das schon nachdenklich und demütig wenn man sieht was da so passiert in der Klima dass man sich natürlich auch als Hafenbetreiber auf sowas einstellen muss.
00:08:26: Ja man muss im Nachhinein auch sagen Da sind wir immer alle schlauer.
00:08:29: ja also erst mal reagiert man so schnell man kann Und sieht dann ja eventuell haben wir es doch nicht richtig gemacht aber das is halt auch so.
00:08:34: Das ist eben Teil des Lebens auch und auch Teil unserer Arbeitswelt.
00:08:37: Ja das heißt ihr kriegt sicherlich auch viele Anfeindungen und müsst ihr noch sagen Wir haben damals unser bestes gegeben
00:08:42: Ja, das ist also ich glaube unterstrich.
00:08:44: Das war sehr ergreifend.
00:08:46: wir sind in der Tat von ganz vielen für unser Krisenmanagement.
00:08:50: Also das war einerseits das Aufräum, die unabhängige Bewältigung nach dem Sturm aber auch dann für den Wiederaufbau weil viele natürlich sich auch so ein bisschen Sorgen gemacht haben, wo kann ich denn im nächsten Sommer mein Schiff hinlegen?
00:09:03: Und als ich dann versprochen habe wir werden alles tun, dass wir das zum nächsten Sommer wieder aufgebaut kriegen.
00:09:08: Da war ich nicht sicher ob ich da selber dran glauben sollte aber es haben sich viel gefreut und man konnte den so kurz vor Weihnachten noch so'n bisschen die Sorge nehmen, dass sie sich zu Weihnachten doch nie geplatzt irgendwo anders wünschen müssen.
00:09:20: Was ich spannend fand du hast auch in dem Artikel ist zu lesen dass wenn ihr neue Pfähle gebaut hättet für Schwimmstege, dann hätte erst mal der Kampfmittel-Räumdienst kommen müssen.
00:09:31: Weil wie wir ja wissen also wie Ostsee an Rheiner zumindest die Ostsee ist halt voll mit Munition aus dem Zweiten Weltkrieg.
00:09:37: das wäre auch etwas gewesen was ja auch noch mal Jahre gedauert hätte das alles abzuforsten da unter Wasser.
00:09:43: Da kann ich so eine kleine Anekdote erzählen.
00:09:45: Wir waren fast fertig mit dem Aufräumen, da bekam ich dann einen Anruf von der Marine, die uns unterstützt hat und die sagte wir können nicht weitermachen, aber wir haben ein Torpedo gefunden.
00:09:57: Ein Torpedo im Hafen in Chessie, das kann gar nicht sein.
00:10:00: Oh Gott!
00:10:01: Ich habe dann also dumm gebetet, weil ich war gerade gar nicht vor Ort, hatte ich dann darum gebeten dass man mich auf den laufenden Held und dann sitzt du natürlich zu Hause oder im Büro in dem Fall war es... und denkst, was passiert da?
00:10:13: Was kommt dabei jetzt
00:10:14: raus?".
00:10:14: Und dann kam nach einer Stunde der erlösende Anruf.
00:10:18: Nee ist doch kein Torpedo war eine Gasflasche.
00:10:20: die steckt irgendwie über Kopf im Meeresgrund.
00:10:22: aber die Experten die da getaucht haben, die haben also erst mal nicht gewusst mit was sie es dazu tun hatten.
00:10:27: Das ist natürlich das Stichwort Taselli.
00:10:29: ist es so dass wir aus den letzten Baumaßnahmen herauswissen dass Schilksee an sich keine Verdachtsfläche ist.
00:10:35: Also das ist damals so weit außerhalb glaube ich gewesen, dass da erstmal kein Verdacht besteht, dass der Ebo-Kampfmittel liegen könnten in der Kieler Föhrle und in der Innenföhrl.
00:10:45: Das ist ganz anders.
00:10:45: Und wir haben aktuell ja noch einen Sturmflutschaden in Willingdorf wo uns jetzt allein das vergangene Jahr komplett in Beschlag genommen hat nur mit dem Thema Kampfmittelsortierung.
00:10:53: Das für alles was man hier im Kiel baut als Hafenbauer aber auch teilweise ein Land ist die Kampfmittelfrage immer eine ganz existenzielle.
00:11:02: Jetzt ist es ja so wichtig, dass wir die Kieler Woche ausrichten können.
00:11:06: Es ist ja nun mal für uns Kielers das Highlight des Jahres im Grunde auch für viele Segler auf weltweit und ich habe diesen enormen Termindruck hätte man vielleicht ohne kieler woche dann doch anders gehandelt gesagt so jetzt müssen.
00:11:16: war dieses Ding was denn aus den siebzigern ist einfach mal vernünftig aufbauen oder Ist es jetzt doch so wie es ist?
00:11:21: Und man denkt so ne eigentlich haben wir's richtig gemacht.
00:11:24: Also das hat, glaube ich, verschiedene Aspekte.
00:11:28: Auf der einen Seite wollten wir schnell sein auf der anderen Seite haben wir aber auch immer vor Augen gehabt dass wir das Ganze ja auch bezahlen müssen.
00:11:34: so und zu dem Zeitpunkt war ja unklar und tatsächlich ist es bis heute noch nicht endgültig alles erledigt.
00:11:40: Zu diesem Zeitpunkt weil ja un klar wer bezahlt das eigentlich alles?
00:11:42: Und die Richtlinie die dann vom Land verabschiedet wurde das Sturmfluss schäden gefördert werden können die kam Erst Ende März, wenn ich mich nicht täusche.
00:11:52: Bis dahin sind wir finanzielle Vorleistung gegangen und das war schon ein größtes finanzielles Veraktnis.
00:11:57: Und wenn man das jetzt noch aufgebohrt hätte und so lange liegen gelassen hätte und gesagt hätte, wir wollen den jetzt komplett sturmflugseln machen, erhöhen die Mole, installieren Schwimmstücke im Südhafen dann wäre das finanziell ein noch größeres Risiko gewesen.
00:12:10: was wir da gegangen wären ist so ein bisschen unsere Ehrensache.
00:12:13: Wir wollen ja unsere Lieferanten auch bezahlen und wir werden dann spätestens da wahrscheinlich gestrandet, wenn jetzt das Land nicht so großzügig... Das gilt meinen Dank dem Land, den Ministerpräsidenten die uns da sehr großzüglich zur Seite gestanden haben.
00:12:27: Wenn das nicht gewesen wäre, dann wären wir finanziell ruiniert gewesen muss man einfach klar sagen.
00:12:31: Ja musste Daniel Günther ja auch machen sonst hätte ihn kein Mensch mehr gewählt zumindest keinen Seglach.
00:12:38: anderes Thema
00:12:40: Anderes Thema, ihr habt noch was mitgebracht.
00:12:42: Das klicken jetzt deine Hörer zwar nicht sehen aber ich zeig dir das mal ganz kurz.
00:12:46: Das hier ist eine Kante aus dem Südhafen in Cheeksee.
00:12:50: also muss man sich vorstellen das Edelstahl fünf Millimeter Wandstärke kann man das nicht sehen, deswegen versuche ich das so ein bisschen zu beschreiben.
00:12:57: Sieht ein bisschen aus wie moderne Kunst ist also platgestampft wie eine Briefmarke, es ist eins von zwei drei Relikten die wir aus der Sturmflut überbehalten haben und aufgehoben haben, weil ich gesagt habe.
00:13:07: dass kann wie nichts anderes verdeutlichen mit welchem Geweiten man das abzutun.
00:13:11: Da war es tatsächlich schon in zweiundvierzig Fußschiff raufgefallen vor oben mehrfach und hat diesen massiven Edelstahlpolar bis zur Unkenntlichkeit verfolgt.
00:13:21: Das wollte ich einfach mal so mitgebracht haben aber es ist immer noch wieder etwas aus uns, dann ganz dem bütig werden lässt wenn wir das sehen.
00:13:28: Ja auf jeden Fall Philipp, danke dass du mir das gezeigt hast.
00:13:30: ich versuch das nochmal euch da draußen zu beschreiben.
00:13:32: also ein riesiger Edelstahlpöller der wirklich aussieht wie so eine Kunstfigur ja total verdreht und verschnörkelt mit fast mit Knoten drin so wie ich das hier am Bildschirm sehe.
00:13:43: unfassbar und da sieht man wirklich noch mal die Gewalt die da eben herrscht.
00:13:48: Weiterhin die Frage, wie gehen wir in Zukunft damit um?
00:13:51: Also als ihr ihn repariert habt, musstet ihr ja auch an den ganzen Förderrichtlinien denken.
00:13:55: Ihr habt angefangen zu reparieren und da waren die Förder Richtlinien noch gar nicht durch.
00:13:59: Dann war die Frage Habt ihr alle Förderkriterien erfüllt?
00:14:02: entsprecht ihr denen Wie schwierig ist so?
00:14:04: was dann wenn man sowas leitet so ein Riesenprojekt mit der deutschen Bürokratie klarzukommen?
00:14:09: Ist es dann vielleicht doch wieder einen Land wo wir sagen mein Gott Wir sind ganz schön kompliziert
00:14:14: Da sagst du was, ja tatsächlich ist das so.
00:14:17: Wir hängen jetzt immer noch zwischen irgendwelchen Ämtern die Rechnungen und Prüfen wo dann irgendwelche Kleinigkeiten fehlen.
00:14:22: da sind wir ehrlicher weil wir mit diesem Thema relativ wenig Erfahrung haben, wie als GmbH können Aufträge grundsätzlich frei vergeben und müssen uns nicht an irgendwelchen Förderrichtlinien orientieren.
00:14:38: Wir müssen nicht irgendwelche Ausschreibungen tätigen.
00:14:40: Und das war für uns schon ein bisschen schwierig, als dann so im Nachgang die Frage kamen, wo sind da die Ausschreibungen?
00:14:46: Wo sind denn die Angebote, die ihr eingeholt habt?
00:14:49: Da muss man aber auch sagen, auch dank an Stadt und Land dass sie dann im Ende alle das Interesse hatten, den Hafen so schnell wie möglich wieder hergerichtet zu sehen und dann vielleicht an einer anderen Stelle auch mal ein bisschen kreativer waren als man das normalerweise von der Bürokratie so kennt.
00:15:05: Ja, das hast du schön ausgedrückt.
00:15:07: Das ist gut!
00:15:08: Da ist auch wichtig, dass wir dann eben doch schlauchhandeln und uns nicht stumpf an Richtlinien halten.
00:15:13: Wir haben aber – will ich an der Stelle einfach mal eindringlich sagen – wir haben ganz viele andere Partner an unserer Seite gehabt.
00:15:19: Und namentlich will ich da mal einen großen deutschen Erachtversicherer, weil sie darf man hier Schlagwerber
00:15:24: machen.
00:15:24: Panthenius?
00:15:24: Klar!
00:15:25: Also es kann kein Schlag werben.
00:15:26: Und ich habe das noch so ein bisschen vor Augen, weil in der Nacht vom zwanzigsten auf den XXI.
00:15:33: habe ich also in einer windgeschützten Ecke in der Nähe des Hafenmeister-Turms gesessen und habe Holger Flint von Panthenius eingelaufen und gesagt, Holger, ich glaube, ich brauche morgen deine Hilfe!
00:15:41: Das war schon ein bisschen Vorsehung und er hat dann tatsächlich dafür gesorgt dass Panthenus mit großer Mannstärke bei uns im Hafen aufgelaufen ist und glaube ich mit dem netten freundlichen Hilfsbereiten Personal Auch den Yacht-Eignern, so Vorort mit Raps und Tat zur Seite gestandert.
00:15:57: Das war ganz großartig!
00:15:58: Und wir haben aber auch alles andere... also unsere Kollegen vor Ort die haben nicht auf Arbeitszeiten geguckt.
00:16:03: Wir haben die Marine vor Ort gehabt.
00:16:05: Wir hatten das rote Kreuz vor Ort gehört.
00:16:07: Also unglaublich viel Hilfsbereitschaft erlebt.
00:16:09: Aber wir haben auch, das muss man sagen, dass ist ein bisschen die Kehrseite.
00:16:13: Wir haben auch natürlich, wie das in solchen Fällen dann so ist.
00:16:15: Wir haben Sensationstourismus erlebt, der uns an den Daufräumen arbeiten gehindert hat und wir haben – und das ist gefindlich ganz tragisch, ehrlich gesagt – wir haben auch tatsächlich Plünderungen erlebt wo an Yachten die geborgen wurden Ausrüstungsgegenstände abgebaut worden und einfach entwendet wurden.
00:16:32: Das ist ein bisschen so.
00:16:33: das was so hängen geblieben ist, wo ich denke da weiß ich nicht Da will man kann man glaube ich auch nicht daraus lernen weil es einfach so traurig ist, dass sowas passiert.
00:16:40: Das bei all positiven Eindrücken die wir insgesamt hatten... Ich habe mal gesagt das war für mich die teuerste Teambilding-Maßnahme, die ich jemals gemacht hab aber einfach unglaublich viel hat uns bis heute... Hat es Nachwirkungen und schweißt uns bis Heute zusammen.
00:16:55: also insgesamt ist sowas erlebt man natürlich hoffentlich nie wieder im Leben.
00:16:59: Aber waren ganz viele positive Eindrücke und die kleinen Negativen die werde ich dann in ein paar Jahren auch vergessen haben.
00:17:06: Ja, also es wird immer Menschen ohne Anstand geben und deshalb ist es umso wichtiger dass wir die anständigen unseren Anstand bewahren.
00:17:12: Das versuche
00:17:13: ich daraus zu machen.
00:17:14: Es gab Diskussionen einen neuen Wellenbrecher zu bauen.
00:17:17: Was ist daraus geworden?
00:17:18: Vielleicht auch in Hinblick auf die Olympia Bewerbung?
00:17:20: Da gibt's tatsächlich noch keine Entscheidung.
00:17:22: Wir sind ja jetzt ganz frisch mit ausgestattet.
00:17:25: Mit diesem Stempel-Olympiabewerber Gehen wir hier ans Rennen Und gucken uns dann natürlich die gesamte Infrastruktur nochmal neu an bewerten alles nochmal der Wellenbrecher an sich.
00:17:36: Der ist leicht erhöht worden nach der Sturmflucht, man kann sich das gar nicht vorstellen dass diese Wellen so mächtige mehr als eineinhalb Tonnen schwere Steine aus der Mole gespült haben.
00:17:48: insofern haben wir ja im Nachgang dann ich glaube es waren fast sechs tausend Tonnen Steine die wir da neu haben legen lassen und haben die Mole ein klein bisschen erhöhen können um es substanziell deutlich höher zu machen.
00:17:59: Hätte man aber komplett die Mole neu aufbauen müssen, also da machst du ein komplett neues Bauwerk inklusive aller Genehmigungsverfahren.
00:18:06: das heißt der Hafen hätte in der Zeit im Grunde auch ungeschützt sein Dasein gefriestet.
00:18:10: deswegen haben wir einfach das was maximal machbar war.
00:18:13: die Reparatur plus ein bisschen Erhöhung haben wir gemacht und wir haben jetzt gerade wie gesagt eine kleine Sturmflut wieder erlebt und der Wasserstand war trotzdem ein bisschen höher gab erst mal ein ganz gutes Gefühl dass es für alles was mir unter normaler Sturm flut kennen das wir dafür glaube ich ganz gut aufgestellt sind
00:18:28: Hast du jetzt bei dem Sturm letzte Woche aber auch erlebt, dass Leute im Grunde überreagiert haben nach den Erfahrungen aus
00:18:37: Tatsächlich, also das haben wir nicht nur jetzt letzte Woche erlebt sondern auch in den Jahren jetzt danach.
00:18:44: Man hat so das Gefühl dass jetzt fest im Kalender sowie der Bus und Beta steht fest im kalender der einundzwanzigste, zwanzigster, einzwanziger Oktober als Sturmflugtag was dazu führt, dass irgendwie gefühlt jeder vor diesem Datum seinen Chef aus dem Wasser haben will Also die Kollegen vor Ort, die melden Anträge oder die Wünsche nach Krantherminen vor diesem zwanzigsten Oktober, seit dem Jahr im Jahr.
00:19:10: es war in den Höhe gestießt.
00:19:12: Weil alle denken am zwanzigersten ist das Sturmflug da muss ich raus sein.
00:19:15: Also das ist so ein bisschen auch glaube ich überreaktion.
00:19:18: aber die Menschen stellen sich glaube ich zunehmend mehr darauf ein.
00:19:22: sie werden einfach aus sensibler und dass ist glaube ich so ein bischen sodass das einzige wo ich sage oder wenn nicht das einzige aber das ist etwas wo wir glaube ich gelernt haben dass wir noch besser werden können Das ist das Thema Kommunikation.
00:19:33: Also wir haben, glaube ich in der Sturmflut nachts selber auch im Vorlauf vielleicht nicht oder hätten vielleicht noch besser kommunizieren können mit dem Wissen was wir haben.
00:19:42: wir hätten noch besser schon mal leiten können wohin die Reise geht.
00:19:47: da haben wir ein bisschen gelernt.
00:19:48: also sollte sowas nochmal passieren dann wissen wir wie wir zumindest so diesen Krisenverlauf besser steuern können.
00:19:55: Das ist aber auch das Ding, aus so einer Krise lernt man ja.
00:19:56: Wir haben ja alle sowas noch nicht erlebt.
00:19:58: Keiner hätte sich das, ich sage es nochmal überhaupt vorstellen können dass so etwas bei uns möglich ist.
00:20:03: Niemand hat gedacht, dass es so werden könnte und ihr habt auch's gelernt!
00:20:06: Genau da kann man sagen wir haben viele Aspekte mitgenommen.
00:20:10: Ja zurecht kann man sagt wir hätten auch baulich vielleicht das eine oder andere ändern können Und was sich abzeichnet an vielen Stellen, aber schon auch gelernt und auch mitgenommen für die zukünftige Planung ist.
00:20:22: das Feststege sind einfach heute in diesen klimatischen Bedingungen relativ ungeeignet.
00:20:28: Also sie können sich eben dem Wasserstand nicht anpassen und wir haben über diese klimatische Bedingung halt auch sehr immer mehr und immer häufiger stark wechselnde Wassersteg.
00:20:37: Und da ist ein Schwimmsteg natürlich deutlich besser geeignet.
00:20:40: also die Feststeg, die dann auch den Boot kein oder der Leine festmache keinen Spiel geben, führen natürlich zwangsläufig zur Katastrophe.
00:20:48: Wenn dann so viel Last auf den Leinen ist dass die Reisen und die Schiffe dann freischwebend, freischwimmend dann auf die Steganlagen fallen, dann ist das wie eine Kettenreaktion.
00:20:59: Das ist jetzt auch eine Binsenweisheit.
00:21:02: aber das würde man natürlich zukünftig auch eindeutig anders machen.
00:21:06: Stell dir vor, unser Lieblingsmeteorologe, du hast ihn eben schon erwähnt.
00:21:10: Sebastian Wache von der Wetterwelt sagt für nächste Woche eine ähnliche Wetterlage wie am zwanzigsten
00:21:15: Oktober-Zw.A.,
00:21:17: was passiert dann konkreten Schicksie und was würdet ihr anders machen?
00:21:20: Also ich glaube wir würden tatsächlich in dem Wissen dessen was wir erlebt haben, würden wir glaube ich stärker dazu animieren die Schiffe... auf die andere Fördeseite oder aber in den Hindenförde zu legen.
00:21:31: Weil massiv betroffen war tatsächlich an der Stelle nur Schilksee, es war ja selbst im Strande so dass das einigermaßen glimpflich am Strande vorbeigelaufen ist und diese Windrichtung, das war auch ein paar Grad, die dazu geführt haben, dass Schilkssee halt so massiv getroffen war.
00:21:45: Und wenn man das weiß – da bin ich nicht sicher wie genau sich eine Windrichting dann prognostizieren lässt – hätte ich, glaube ich, vielen empfohlen einfach das Schiff in die Innenfälle zu legen.
00:21:55: Aber es ist natürlich immer so ein bisschen so wenn du dann als Hafenbetreiber irgendwie eine Empfehlung aussprichst bist du im Zweifelsfall nachher auch in der Pflicht dazu zu stehen und vielleicht auch eine Verantwortung zu übernehmen.
00:22:04: Und es hieß auch naja warum habt ihr ja eigentlich am zwanzigsten noch die Bootseignerinnen und Boots-Eigner animiert das Schift zu verlegen?
00:22:11: Also wer gesehen hat was an Zwanzigßen schon draußen los war wir hatten ja schon seit Tagen sehr starken Wind hätte sich schwergetan, jemandem zu empfehlen.
00:22:20: Feierst noch mal raus und bringt meinen Schiff an das hin.
00:22:22: Das ist im Zweifelsfall für viele auch nicht händelbar gewesen, was draußen ein Wetter war.
00:22:26: Aber das wäre eine Option gewesen, wenn man es rechtzeitig macht, hätte man da mit vielen Schiffe vor den Schaden bewahren können.
00:22:34: Ja bei dem Wetter dann nochmal rauszufahren eigentlich aus dem sicheren Hafen die wir immer sagen und dann nochmal in die Innenförde rein.
00:22:42: Hätte ich auch nicht gerne gemacht muss ich klasse hacken.
00:22:44: also ja ist auch die Frage ob dass dann wenn sowas jetzt nochmal passiert Ob die Leute das machen oder sich besser absichern, ob vielleicht auch ihr die Dalben mittlerweile hätte erhöhen müssen.
00:22:54: Damit es nicht wieder an fünf Zentimetern dann am Ende scheitert?
00:22:56: Das sind alles Fragen, wie man sich heute stellen muss.
00:22:59: Würdest du bei einer solchen Wetterlage dein Boot in Schicksal liegen lassen heute?
00:23:07: Jetzt schiffst du den ganz, ganz
00:23:08: gut!
00:23:08: Ich habe ja
00:23:08: tatsächlich mein eigenes Schiff.
00:23:12: unmittelbar vor dem Sturm... In Aussicht des anstehenden Urlaubs habe ich mein eigenes Schiff kurz davor nach Schicksä verlegt.
00:23:19: Da lag es dann also und ich bin dann tatsächlich, als ich dann zurückkam aus dem abgebrochenen Urlaub und dann meinen Schiff gesehen hab, hab' ich gedacht... Ich hab mich gedanklich davon verabschiedet und weiß dass ich noch mit meinem Auto im strömen Regensturm auf der Kai-Karte gestanden und habe meine Familie angerufen, die war noch in Amsterdam.
00:23:37: Man hat gesagt wir können uns von unserem Schiff verabschieden das wird morgen nicht mehr schwimmen.
00:23:40: ich hatte Tränen in den Augen.
00:23:42: erstmal ganz ergreifen so.
00:23:43: dann bin ich also am Abend.
00:23:44: dann nachdem wir dann festgestellt haben wir könnten für den Hafen nichts mehr tun haben wir uns dann um sagen wir mal so einundzwanzig uhr einund zwanzig über dreißig.
00:23:52: wie haben den Pegel im Blick gehabt?
00:23:53: du hast dir das vorstellen diese bsh Progrose die kennt jeder Und da war klar, jetzt muss das irgendwann abklicken.
00:24:00: Jetzt sagt BSH der Wasserstand bleibt stagniert und ist wieder rückläufig.
00:24:06: Tarte aber nicht!
00:24:07: Er stieg immer weiter an.
00:24:08: Dann haben wir gesagt so jetzt ist Schluss.
00:24:10: Wir können jetzt das Ganze nur noch über Schicksale ergehen lassen.
00:24:13: Wir werden am frühen Morgen wiederkommen beim Morgengrauen und dann Bestandsauflagen machen und gucken was wir tun können.
00:24:19: Aber für den Moment ist hier erst mal Ende.
00:24:21: Und das war auch so der Moment, wo ich mich dann von meinem Boot verabschiedet habe.
00:24:25: Und als ich dann also morgens ... Ich hab mir kurz zu Hause gewesen und einen kurzen Mittelschlaf genommen.
00:24:30: Ganz früh morgens hat mich dann einer der Kollegen Hafenmeister angemacht und gesagt, dein Brot schwind noch!
00:24:34: Nein, das gibt es gar nicht wahr.
00:24:36: Er ist überstanden... Und bin dann morgens also gekommen und hab das Boot vom Land aus nur mit dem Heck gesehen.
00:24:41: Dachte, oh meinst super, da sieht alles gut aus!
00:24:43: Dann war ich den ganzen Tag in Schickschen und da habe ich dann als ich das erste Mal durchgeatmen konnte... Ich dachte erst guck mal kurz nach deinem Boden, dann kam ich auf den Steg und musste dann sehen dass sich der Backboard wie steuer geworden jeweils ein Quadratmeter großes Loch im Rumpf hatte.
00:25:00: mit noch weiteren Schäden verbunden.
00:25:02: Also das war eine Katastrophe und das war ein riesengroßer Schaden, ich glaube am Ende waren es knapp neunzigtausend Euro-Schaden.
00:25:10: also insofern... Das ist ambivalent jetzt!
00:25:12: Ich habe tatsächlich eigentlich wahrscheinlich einen sicheren Hafen, ich war vorher im Hafen in Stickenhörn, den hab' ich verlassen und mich hier nur einen Unsichern begeben.
00:25:20: aber das was ich eben sagte wäre die Innenförde wäre da vermutlich der bessere Platz gewesen.
00:25:25: Insofern mittlerweile erstrahlt das Boot wieder im neuen Glanz.
00:25:29: Schöner als vorher!
00:25:31: Aber das wird immer als Erinnerung bleiben, also diese Erinnerungen aus der Stufe.
00:25:35: Nachdem werde ich nicht vergessen und ich mach manchmal auch auf... Aus einem Traum wo ich dann das Spiel habe und muss den Hafen.
00:25:41: Wir müssen den HafEN noch wieder aufbauen da ist ja alles kaputt.
00:25:43: Das ist wirklich was man nicht vergisst.
00:25:46: Philipp, vielen Dank für deine Offenheit.
00:25:48: Für alles was wir daraus gelernt haben ihr vor allem und dass du meinen kritischen Fragen auch so offen gegenüberstandest?
00:25:54: Ja vielleicht noch einen Nahrsatz weil ihr habt das von er ja ganz toll begleitet und habt uns auch das Forum geboten diese ganze Problematik und wir haben uns erhebliche Anschuldigungen erwähren müssen wo es ist.
00:26:09: Zwarzigsten hätte ihr doch die Schiffe da alle noch rauskranen können.
00:26:12: Wer ein bisschen von Verstand ist und wer ein bisschen was von Kran, von Hafeneißerei versteht, der weiß dass das nicht funktioniert hätte.
00:26:18: Du hättest ja jeden Mast erstmal einzeln legen müssen.
00:26:21: Der Aufwand wäre riesig groß gewesen.
00:26:22: aber das ist dann so.
00:26:23: wenn dann so die Landleute und Landsähe-Leute kommen und sagen hey dann musst du die Schiffer einfach nur mal herauskramen werden wir das erledigt gewesen.
00:26:31: Da habt ihr uns die Möglichkeit gegeben, auch unsere Situation darzustellen.
00:26:36: Wie das heute so ist in Social Media, da wurden viele Sachen gepostet und publiziert, die einfach unwahr waren oder die nicht realisierbar gewesen wären.
00:26:45: Und das ist natürlich toll wenn man dann von journalistischer Kompetenz begleitet die Möglichkeit hat es noch mal richtig zu stellen.
00:26:52: Denn da ist schon viel hängen geblieben.
00:26:54: Man fragt sich selbst immer, hast du alles richtig gemacht?
00:26:57: Hättest du das anders machen können?
00:26:59: Oder im Strich glaube ich... Heute rückblickend war es schon okay.
00:27:03: Es war nicht so schlecht, aber erleben wollen wir das trotzdem nicht wieder.
00:27:08: Vielen Dank auch für die Worte!
00:27:09: Das freut mich und vor allem die Kollegen und Kolleginnen, die darüber geschrieben haben mit Sicherheit sehr.
00:27:13: Ich bedanke mich, würde ich dir weiterhin viel Erfolg mit einem Podcast... Bleibe treuer höher.
00:27:19: Vielen
00:27:19: Dank, Philipp!
00:27:20: Und für euch draußen es gibt übrigens auch ein Podcast mit Panthenius zum Thema und es gibt auch einen Podcast mit Sebastian Wache über die verschiedenen Wetterphänomene.
00:27:29: Deshalb es gibt auf diesem Podcast immer viele schöne neue Sachen und alte Sachen zu hören.
00:27:33: Philipp Mühlenhardt war das vom Schwarthaufen Kiel.
00:27:35: Philipp nochmal vielen, vielen Dank.
00:27:36: Danke dir, Tim.
00:27:37: Wir haben ihr einfach genügend.
00:27:39: Das war der Segel-Podcast
00:27:40: der Yacht
00:27:41: jeden Freitag
00:27:42: noch.
00:27:43: Geht uns gerne Feedback und schreibt an
00:27:45: podcastedyacht.de.
Neuer Kommentar