#89 Weltumsegelung: Drei Jahre auf großer Fahrt – mit den Salty Brothers
Shownotes
Drei Freunde, ein Boot, drei Jahre auf See: Steph, Robi und Nico – die Salty Brothers – haben ihren Traum wahr gemacht und die Welt umsegelt. Als sie vor Sardinien ihr eigenes Kielwasser kreuzten, schloss sich der Kreis einer epischen Reise.
Im Gespräch mit Timm Kruse blicken Steph und Robi zurück: Wie fühlt sich das Ankommen nach drei Jahren auf See an? Wie bereitet man sich auf ein solches Abenteuer vor und wie meistert man die größten Herausforderungen unterwegs? Die beiden erzählen von unvergesslichen Begegnungen rund um den Globus, warum sie feste Pläne gegen spontane Ideen eingetauscht haben und verraten ihre besten Tipps für alle, die selbst von der großen Fahrt träumen.
Jetzt reinhören und mitsegeln!
Ihr möchtet noch weitere Einblicke in die Reise von Steph, Robi und Nico erlangen? Dann empfehlen wir die Social Media Kanäle der Salty Brothers sowie YACHT-Interview vom Juli 2024: Drei Freunde segeln um die Welt – und in den sozialen Medien
Die Website der Salty Brothers findet ihr hier, auf Instagram unter saltybrotherssailing und auf ihrem YouTube Kanal salty brothers | Weltumsegelung.
Wenn ihr noch nicht genug von Segelthemen habt, dann schaut unbedingt auf www.yacht.de! Außerdem halten wir euch bei Instagram, Facebook, TikTok und YACHT tv immer auf dem Laufenden!
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen beim Podcast der Yacht, Europas größtem Segelmagazin.
00:00:04: Mit Journalist und Segler Tim
00:00:06: Kruse.
00:00:07: Er spricht mit Menschen die den Wind kennen wie Verantwortung tragen und echte Geschichten erzählen.
00:00:12: Segeln für die Ohren jeden Freitag neun.
00:00:16: Drei Freunde ein Boot einmal um die Welt klingt nach Palmen Freiheit und ziemlich viel nichts tun.
00:00:21: tatsächlich bedeutet es aber wenig Schlaf ständig irgendwas reparieren mitsägler organisieren und sich auf engstem Raum möglichst nicht gegenseitig über Bord zu werfen.
00:00:31: Drei Jahre waren die Salty Brothers unterwegs, dann kreuzen sie vor Sardinien ihr eigenes Kielwasser.
00:00:36: Weltumsegelung geschafft.
00:00:37: und jetzt denn Steff, Robbie und Nico zurück und müssen herausfinden wie man nach einer Weltreise wieder in diese Gesellschaft passt.
00:00:45: Erst mal Steff und Robbie herzlich willkommen zum Yacht-Bottcast!
00:00:48: Wohl,
00:00:49: danke schön.
00:00:50: vielen Dank für Ihre Einladung.
00:00:52: Stellt euch vor es käme jetzt jemand vorbei und würde sagen hey Jungs ich habe hier ein gutes Boot liegen Ich brauche zwei Typen die mit segeln.
00:00:59: nochmal für ein paar Jahre.
00:01:01: Würde du dir mitkommen?
00:01:02: Grad, grad im Moment erst mal nicht.
00:01:05: Also gerade bin ich ganz happy auch mal wieder hier zu sein.
00:01:09: sind jetzt grade München und ein bisschen wieder auch Fuß zu fassen.
00:01:14: Ja also bei mir sieht es ähnlich aus.
00:01:16: Ich bin sehr dankbar für die Abenteuerung, für die Zeit die wir erleben durften aber gerade Bin ich auch erstmal sehr happy wieder Zuhause zu sein in der Nähe von meiner Family Bei meinen Freunden Und so weiter und auch mal so ein bisschen Abstand zum Bootsleben gerade mal zu haben.
00:01:34: Ihr beiden seid in München, Nico ist irgendwo im Saarland habt ihr erzählt?
00:01:37: Genau!
00:01:38: Aber ihr habt euch das nicht irgendwie getrennt oder so sondern ihr war seit weiterhin die Solti brothers?
00:01:43: Ja schon weiterhin.
00:01:44: aber es war auch schon die Reise immer so als Projekt geplant.
00:01:48: Es war auch von vornherein ziemlich klar dass wir drei Jahre unterwegs sein wollen.
00:01:53: Die Route war ziemlich klar Und es war auch klar, dass irgendwann dieses Projekt die Reise in Ende haben wird.
00:02:00: Wir haben das ja auch ein bisschen im jüngeren Alter sozusagen gemacht und uns steht auch noch irgendwie Familienplanung und alles Mögliche was man sonst im Leben noch so macht an.
00:02:13: und jetzt ist der Abschnitt vorbei und es beginnt neuer Abschnitt im Leben.
00:02:19: Deswegen war's auch klar ,dass wir als Freundesgruppe natürlich Nicht zusammen nach Deutschland in der WG ziehen, sondern dann auch wieder ein bisschen getrennte Wege gehen.
00:02:31: Wie geht es euch jetzt an Land?
00:02:33: Also ihr sagt ihr wollt nicht wieder zurück auf See aber ich weiß dass das Landleben da nach so einer langen Zeit auch schwierig ist.
00:02:41: also gerade bei mir ist es eigentlich noch relativ... Es fühlt sich noch anders ob ich immer noch so in dieser Ankommentsphase wäre wo man immer noch alle möglichen Dinge, die man vermisst hat.
00:02:54: Die man mehr zu schätzen gelernt hat eben noch sich darüber freut.
00:02:59: und ich bin auch immer noch dabei Menschen wieder zum ersten Mal zu treffen nach drei Jahren und zu erzählen wie es so war und Dinge zum ersten mal wiederzumachen wie zb weiß nicht ins Kino gehen mal auf ein Konzert gehen also Sachen die halt dann nicht mehr möglich waren.
00:03:18: Und ja, wir haben lustigerweise gestern Abend auch darüber erst gesprochen Stefan und ich wie man das so gefühlsmäßig beschreiben könnte.
00:03:27: es fällt mir tatsächlich richtig schwer mit nur einem Gefühl zu beschreiben wie's mir jetzt damit geht wieder hierzu sein weil das halt irgendwie so eine komplexe Erfahrung ist.
00:03:39: und auch jetzt rückblickend auf die Erfahrung ist es echt schwierig zu sagen so ja also ich vermisse's schon oder ich freue mich.
00:03:47: Es ist von allem ein bisschen.
00:03:48: irgendwie, also so paar Kleinigkeiten fängt man schon an zu vermissen wie halt morgens zum Aufwachen erst mal kurz vor Anker hinten ins Wasser zu springen, zum Wachwerden das versuche jetzt so ein bisschen... Also ich wohne jetzt gerade am Amasee wieder da kann ich halt jetzt noch in See gehen oder dann halt alternativ mit der kalten Dusche das irgendwie zu kompensieren.
00:04:09: Also ich freue mich auch immer noch und bin auch immer froh, dass wir jetzt wieder hier sind.
00:04:14: Und wieder so ein bisschen jeder seinen Ding für sich machen kann.
00:04:18: auf jeden Fall also es kommt echt immer so offen Blickwinkel an hat alles seine vorn.
00:04:22: Dein Tag aufs Wetter?
00:04:23: Ja absolut!
00:04:26: Es ist halt nicht mehr ständig gutes Wetter ne?
00:04:29: Ja ja absolut.
00:04:30: und ich mein auf dem Boot du weißt das ja auch da entscheidet halt auch größtenteils des wetter ob du einen guten tag hast oder nicht.
00:04:37: wenn's halt ...herrliches Wetter ist und du keine Welle am Ankerplatz hast... ...und vielleicht auch mal gerade nix an Boot machen musst, dann kannst du halt einen herrlichen Tag haben.
00:04:47: Kann aber halt auch sein dass du doch den falschen Anker Platz gewählt hast... ....und da auf einmal Welle reinstehst und du dann aber gleichzeitig noch Motor Service machen musst.... ...und es regnet auch noch und Gewitterzellen ziehen durch,... ...dann hast du halt ein Scheiß-Tag!
00:05:02: Und
00:05:02: das ist
00:05:03: schon sehr krass vom Wetter abhängig einfach immer.
00:05:07: Ich würde es irgendwie so vergleichen, auf dem Wasser ist alles so dreidimensional.
00:05:11: Also du hast alles ständig da!
00:05:13: Du bist innerhalb von fünf Minuten unfassbar glücklich und dann kannst du wieder so wahnsinnig genervt und frustriert sein... ...und dann löst du das Problem und bist wieder so glücklich.
00:05:22: Und es ist immer alles so nahe diese Extreme.
00:05:26: Dann kommt man zurück an Land und das Land ist irgendwie zweidimensional und man nimmt seine Dreidimensionalität aber mit.
00:05:33: Das
00:05:33: packt man irgendwie nicht zusammen und irgendwann wird man auch wieder zweidimmensional Und ich glaube, das ist der Moment wo es dann anfängt an Land kurz weh zu tun bis man sich da reingefunden hat.
00:05:43: Ja und irgendwann wird man damit eine Landratte ne?
00:05:47: Also auch noch mal so ein bisschen zum Anfang einer Frage Ich glaub dass dieser Moment auf jeden Fall auch noch öfter bei uns kommen wird und also wir haben uns da oder ich auch... Ich hab mich schon drauf eingestellt auf jeden fall Dass dieser Moment kommen wird wo man denkt zur Arzt Das hat er gar nicht so richtig mit dem richtigen Leben zu tun formulieren, obwohl es auch nicht richtig ist natürlich.
00:06:11: Aber ich glaube gerade ist wie Robi auch gesagt hat noch ein bisschen mehr so die Ankommensphase und das da überwiegen grad schon viele positive Dinge.
00:06:20: aber ich stelle mich auch schon darauf ein dass irgendwann nochmal der Moment kommt wo man auf jeden Fall dann ja wenn's hier auch irgendwie denn jetzt in Winterherbst reingeht wo man zu Hause sitzt und irgendwie am Schreibtisch einen Arbeitstag beginnt und er denkt ja nach hier eigentlich
00:06:37: Und wieder in München sitzt, was verneiß ist.
00:06:39: Aber die Miete ist halt abonniert hoch und dann denkt man sich ja toll!
00:06:43: Dann gehe ich halt jeden Tag arbeiten dafür dass ich einen Großteil davon für meine Miete ausgeben kann... ...und E-Fünf Tage die Woche Arbeit und am Wochenende muss ich mein Leben auf die Reihe kriegen.
00:06:54: Für was gehe ich hier eigentlich arbeiten?
00:06:56: So das kann ich mir schon auch vorstellen, dass es nochmal irgendwie...
00:07:00: Ja, mal gucken.
00:07:01: Mal gucken vielleicht haben wir auch Glück uns kommunikieren sehen.
00:07:06: Lass uns noch mal von vorne anfangen.
00:07:08: Also ihr habt euch vor etwas über drei Jahren dann entschieden loszusegeln und ihr habt Euch eine Elan gekauft, warum eine Elana?
00:07:15: Es war auch ein Prozess.
00:07:16: im Endeffekt.
00:07:17: also wir haben schon ja vielleicht so einen Jahr würde ich mal sagen sehr intensiv halt nach Booten geguckt.
00:07:24: Vor allem Robi hat da den Boot zum Markt hoch- und runter gescannt Und eigentlich wollten wir zuerst ein anderes Boot zehn Jahr, fünfzig zuerst angeschaut und haben da sogar auch einen Koffertrag unterschrieben.
00:07:40: Weil wir eigentlich ein bisschen spezieller das Boot irgendwie wollten.
00:07:44: Robert und ich waren schon viel in der Ostsee segeln auf dem Boot von Freunden.
00:07:49: Das war eine X-four vier zwei und halt ein recht sportliches Boot also super gut gesegelt.
00:07:56: Und ja irgendwie waren wir deswegen immer so ein bisschen abgeneigt von diesen klassischen Charterbooten, sag ich jetzt mal so und wollten halt irgendwas etwas ein bisschen besonderes sozusagen.
00:08:09: Was auch
00:08:10: gut segelt genau und auch so ja auch cool aussieht wo man nicht so denkt das könnte jetzt auch jedes ex beliebig austauschbare Joghurtbecher-Charterboot sein.
00:08:22: und da haben wir dann wie gesagt Kaufvertrag unterschrieben und waren dann zum Gutachten vor Ort in Almerie-Mar und dann hat sich herausgestellt, dass da strukturelle Mängel waren.
00:08:34: Es ist irgendwie mal auf Grund gelaufen, Kielbolzen irgendwie neu laminiert und alles Mögliche.
00:08:40: und das war dann so ein bisschen unser Glück weil wir dann zum Glück auch wieder rausgekommen sind aus dem Vertrag.
00:08:46: und an dem selben Wochenende haben wir die Elan besichtigt war von dem norwegischen Ehepaar, die gerade dort angekommen sind und halt das Boot verkaufen wollten.
00:08:57: Das war noch gar nicht so richtig auf den Markt.
00:08:59: Und ja da ist es so wie man's oft sagt irgendwie das Boot findet ein und sowas bei uns dann auch.
00:09:05: Dann sind wir quasi mit der negativen Erfahrung von dem Gutachten von der Xenia sind wir dann bei der Elan an Bord und die Norweger waren super lieb und haben uns direkt alles gezeigt.
00:09:16: Das Boot war krass gepflegt und ja so haben wir jetzt relativ schnell Für die Elade entschieden und jetzt berückblickend war es eine richtig, richtig gute Entscheidung.
00:09:26: Also für uns war das Boot optimal.
00:09:28: Es war so ne Vierkabinen-Version also jeder von uns hatte eine Kammer und dann hatten wir noch zusätzlich ne Stockbettkammer.
00:09:35: auch von der ganzen Bedienung vom Layout hat es für unseren Zweck echt optimales Boot und auch ist jetzt schon wieder direkt weiterverkauft.
00:09:44: also weiter verkauft ging auch einfach und genau optimal.
00:09:50: Und habt ihr viel Geld verloren beim Weiterverkauf?
00:09:53: Nee, wir haben es ziemlich zum gleichen Preis wieder verkauft.
00:09:57: Ja, ziemlich exakt.
00:09:58: Wir haben natürlich auch ein bisschen was investiert und haben uns ja vor der Reise auch noch ein bisschen quasi richtig blauwassertauglich gemacht und noch einen Geräteträger installiert und alles mögliche an Elektrik geupgraded.
00:10:11: aber das war klar dass man das jetzt nicht widersieht aber so den reinen Bootskaufpreis immer wieder bekommen.
00:10:18: Würdet ihr im Nachhinein sagen, jetzt wo ihr drei Jahre auf dem Wasser wart und wahrscheinlich auch so viel semenisch gelernt habt.
00:10:24: Dass ihr dann doch ganz schön blauäugig wart am Anfang weil das geht den meisten eigentlich so?
00:10:29: Also bei Stef und mir würde ich eigentlich sagen dass wir da schon sehr vernünftig und auch mit einiges an Vorerfahrung schon reingegangen sind bisschen anders als vielleicht viele die in so ein Abenteuer rein starten.
00:10:46: Das hängt damit zusammen, wie wir uns kennengelernt haben.
00:10:49: Wir haben uns vor mittlerweile dreizehn Jahren auf der High School kennengelernen zu einem Klassenzimmer unter Segelprojekt.
00:10:59: Das war im Jahr zehntausendzehnteilf.
00:11:01: Da sind wir sechs Monate lang auf dem deutschen Traditionssegler Johann Smith damals von Hamburg aus bis in die Karibik nach Mittelamerika und wieder zurück.
00:11:12: gesiegelt, also auf dem Traditionssegler.
00:11:14: Da haben wir irgendwie auch so zu den Ozeansegeln gefunden und da haben wir auch schon einiges natürlich nicht vom Yachtsegeln mitgenommen aber von der ganzen Seemannschaft wie man sich auf offener See verhält
00:11:27: usw.,
00:11:28: Verantwortungsbewusste Vorbereitung und so haben wir das schon mitgenommen.
00:11:32: danach sind wir beide dann... Also wir haben zeitgleich damals Abi gemacht, aber auf unterschiedlichen Schulen ich eher Richtung Ammersee Steff im Altmühltal und dann wollten, da waren wir super gute Freunde dann und wollten nach dem Abi auch nochmal irgendwie reisen.
00:11:49: Und haben uns dann wollten noch mal segeln wenn es geht hatten aber natürlich keine Kohle und haben uns Dann haben dann so die deutschen Traditionssegler angeschrieben und sind dann auf der Rohalt Amundsen nochmal als Crew in die Karibik und wieder zurückgefahren und haben da dann auch schon leitende Positionen an Deck übernommen.
00:12:09: für das verhältnismäßig junge Alter waren dann auch eben viele Sommer mit Freunden in der Ostsee-Sommertour machen, haben dann irgendwann angefangen in Kroatien selber zu chartern.
00:12:20: Waren da unterwegs?
00:12:21: Haben da eigentlich schon einiges an Erfahrung dann mitgebracht und haben da dann auch Nico so ein bisschen ausgebildet kann man sagen.
00:12:31: er hat nämlich kaum Segelerfahrung am Anfang gehabt.
00:12:35: Der war halt ein paar mal mit uns in Kroazien zusammen segeln haben wir ihn dann so ein bisschen daran geführt.
00:12:41: Ich habe am Ammersee viele Jahre als Segellehrer gearbeitet, natürlich nur Binnensegelerfahrung.
00:12:47: Wir haben aber auch bevor wir los sind noch einen SKS gemacht und einen Offshore Survival Training gemacht in... Wo war das nochmal?
00:12:58: Elzfleet!
00:12:58: Genau was auch sehr nice war auf jeden Fall.
00:13:02: Und also haben wir uns schon wirklich versucht, möglichst gewissenhaft vorzubereiten.
00:13:08: Auch was die ganze Sicherheitsausrüstung auf dem Boot angeht und so weiter.
00:13:12: Da haben wir schon wirklich versucht, möglichst im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten das wirklich vernünftig... anzugehen, irgendwie das ganze Thema.
00:13:23: Aber es war trotzdem noch ein großes Abenteuer.
00:13:25: Ja auf jeden Fall!
00:13:27: Gab
00:13:27: es trotz eurer Erfahrung?
00:13:28: Ich meine jetzt habt ihr natürlich viel mehr Erfahrungen.
00:13:30: Gab es trotzdem Situationen wo ihr gemerkt habt hier gestoßen diese bisschen andere Grenzen?
00:13:35: Eigenein so eine Überfahrt jetzt zum Beispiel die Pazifikübergferung bei uns hat einen dreißig Tage gedauert.
00:13:43: Es stößt jeder einfach so ein bisschen an seine Grenzen, vor allem was auch bei uns... Ja aber
00:13:47: rein psychisch.
00:13:49: Da waren wir zu fünft.
00:13:50: zum Beispiel.
00:13:51: allein schon zu fünf auf so begrenzten Raum hält so eine lange Zeit, so eine Etappe zu fahren ist einfach eine Grenzerfahrung und auch unabhängig davon ob das Wetter jetzt gut oder schlecht oder wie auch immer es.
00:14:06: Das ist auf jeden Fall schon etwas wo man dann so rückblickend oder auch am Ende der Etape wo wir gemerkt haben wär's auch mal nicht schlecht, weil man vielleicht irgendwann ankommt.
00:14:15: Dann hatten wir einmal in Tonga, hatten wir so sechzig Knoten Wind am Anker.
00:14:22: Das war relativ aufregend.
00:14:25: auch das haben wir quasi halt maximal Kette alles was sie hatten geworfen und sind halt trotzdem noch geslippt und haben dann noch ein bisschen mit der Maschine dagegen gehalten.
00:14:35: und bei uns war es eigentlich also es war auf jeden Fall sehr aufregende auch bei uns die Spannung sehr hoch.
00:14:42: Aber da war dann eher das Problem, dass wir halt noch mit anderen Booten da am Ankerplatz zusammen lagen und uns auch vorher schon mit allen besprochen hatten.
00:14:50: Das wussten alle, dass es kommt und so.
00:14:52: Und dann war er, dass bei einem Boot ist der Anker geslippt.
00:14:56: Dann mussten hier den Anker loswerden.
00:14:58: Der andere war ein Hand an Bord.
00:15:01: Dann ist von dem anderen Boot noch einer rüber gefahren.
00:15:03: Also da war einfach generelles Chaos sozusagen.
00:15:07: Bei uns ist zum Glück nichts passiert.
00:15:09: Aber ja, so Situation.
00:15:11: Ja
00:15:11: ich würde sonst eigentlich sagen dass wir also so Einzelsituationen haben natürlich schon auch.
00:15:18: da passieren dann schon auch mal Sachen die man nicht planen kann.
00:15:21: Wir haben zum Beispiel relativ am Anfang aus Gründen die uns niemand erklären kann Haben wir ein Propeller verloren.
00:15:29: Das war noch im Mittelmeer kurz vor Gibraltar, da hatten wir aber Glück weil halt perfekte Bedingungen waren so dass wir mit einer ganz leichten Brise vor die nächste Marina segeln konnten, Anker fallen lassen und dann von den Marineros in Hachen reingezogen wurden.
00:15:45: Dann ist uns am Anfang von der Pazifik-Übergwährung ist uns der Schäkel vom Genua fall oben beim Amwindsegeln gerissen und dann musste halt einer in Mast hoch.
00:15:57: Also drei Meter Welle, ging halt nicht anders.
00:16:00: Und das haben wir aber auch relativ gut eigentlich im Griff gekriegt.
00:16:04: Wir sind dann halt unter Maschine vor den Wind, vor die Welle gegangen, haben versucht möglichst viel Bewegung aus dem Boot rauszukriegen und dann haben wir Nico hochgekurbelt weil der kleinste und leichteste war und das hat eigentlich auch gut geklappt.
00:16:20: Am Ende von der Pazifik-Übergwährung hatten wir dann auch noch mal ein paar Tage die höchste Welle, die wir auf der ganzen Tour überlegt hatten für zwei drei Tage so dass da irgendwann der Autopilot nicht mehr mitgemacht hat so richtig beziehungsweise.
00:16:37: wir haben ganz ungute Geräusche von sich gegeben sodass wir uns gedacht haben wenn jetzt weiter laufen lassen ist er sehr schnell kaputt und deswegen haben wir dann ein paar Tage per Hand gesteuert.
00:16:51: Da war es ein großer Vorteil, dass wir halt zu fünft an Bord waren weil man einfach viele Hände hatte die halt alle auch steuern konnten was gut war.
00:17:01: aber das alles haben wir eigentlich gefühlt schon relativ gut immer in den Griff bekommen muss man sagen.
00:17:07: Die größte Belastung war eigentlich dann die Dauerbelastung die einen irgendwann schon an die Grenzen gebracht hat.
00:17:15: So, wenn du bei der Pazifik-Überquerung nach fünf, zwanzig Tagen auf See ist man schon irgendwann auch gut durch einfach und auch... Ja voll!
00:17:25: ...Steff hat schon gemeint auf engen Raum sein usw.
00:17:28: Und dann eigentlich im Kopf fast schon da ist weil es nur noch ein paar hundert Meilen
00:17:32: bis auf die Marquesa war.
00:17:33: Bei deiner entlandigen Überquerung haben wir auch relativ lange gebraucht oder eine relativ ausgedehnte Pflaute hatten und wir sind dann genau Einen Tag nach Silvester angekommen und das war dann auch so die letzten Beitage.
00:17:45: So, oh Mann!
00:17:47: Hätten wir halt an Silveste in der Karibik sein können sie aber am Neu-Jahr um zehn Uhr morgens angekommen.
00:17:52: Und da waren
00:17:53: alle
00:17:54: verkatert.
00:17:55: Das
00:17:55: sind irgendwie so um, ich glaube zu neun oder dreißig oder sowas da auf Backway reingefahren ins Ankerfeld und halt komplett tote Hose bei ihnen natürlich nicht alle noch gepennt haben von Silvesta.
00:18:08: Das war ein bisschen schade, aber da muss man halt irgendwie spontan sein und sich immer wieder auf die neuen Gegebenen einstellen.
00:18:16: Irgendwie das ist halt auch eine der Sachen... gelernt haben, dass man eigentlich keine Pläne mehr machen darf.
00:18:24: Wir haben dann irgendwann es Ideen genannt um halt auch bei uns selber die Erwartungshaltung nicht zu groß werden zu lassen das man irgendwelche Vorstellungen hat wie's denn sein könnte vor Freude dadurch hat sondern...
00:18:39: No expectations!
00:18:39: Genau no expectations sich da schön zurückzuhalten immer und man irgendwie also ich habe bei mir selber hab' ich dann immer Mir gesagt so, also ich darf eine generelle Vorfreude haben.
00:18:53: Aber die darf halt nicht zu präzise sein auf irgendwelche genauen Vorstellungen wie es werden wird weil man sonst halt auch schnell mal enttäuscht werden kann.
00:19:02: Weil sich halt auf dem Boot mit Wetter, mit irgendwelchen Problemen und irgendwelcher Umstellung sich viel ändern kann.
00:19:09: auch muss man flexibel bleiben mit der Erwartungshaltung.
00:19:13: Wo die Ellen hat gesagt, Pläne sind das Ersetzen des Zufalls durch ihr Tum.
00:19:20: Das ist genau das Ding
00:19:22: beim Segeln.
00:19:22: Der hat beim segeln wird es einem halt so richtig vor Augen gefühlt auch
00:19:26: und das zeigt dann auch wenn man wieder ein Land ist wie verplant unsere Gesellschaft ist.
00:19:30: also wir machen ständig Plänen.
00:19:32: du kannst sich mit Leuten nicht mehr spontan verabreden weil deren Kalender sagt ich kann erst in drei Wochen um siebzehn Uhr zwanzig
00:19:38: aber eigentlich würde es schon gehen
00:19:42: Und ich habe bis heute Probleme mit dieser komplett durchgetakteten Welt, dass Menschen nicht mehr flexibel sind.
00:19:47: Nicht mehr spontan sind in meinen Augen auch häufig überzivilisiert sind und gar nicht mehr aufs Leben reagieren sondern nur noch ihren Plänen folgen egal ob die Sinn machen oder nicht.
00:19:57: Ja man muss das eigentlich ständig hinterfragen.
00:20:00: ja ja natürlich auf jeden Fall.
00:20:02: also das ist jetzt auch so ein bisschen das wieso wir auch vorhin gesagt haben ja wie ist es jetzt hier so wieder angekommen zu sein.
00:20:10: Da gilt das Gleiche dafür, weil man sich jetzt gar nicht so Gedanken macht.
00:20:14: aber was mache ich hier eigentlich genau?
00:20:16: Wie sieht mein Job aus?
00:20:18: Was mache ich in drei Jahren sondern ein bisschen halt auch mehr.
00:20:21: im Moment lebt und so habe immer das Motto mir gesetzt trust the process einfach so das zu machen was sich gerade für richtig anfühlt und eben nicht zu planen.
00:20:33: Ja, wie ist jetzt genau in zehn Jahren meine Lebenssituation und so.
00:20:38: Und daraus ergibt sich
00:20:39: dann der Weg?
00:20:40: Nee, daraus ergibt sich denn der Weg!
00:20:41: Und dazu ist man auch im Moment einfach deutlich glücklicher... Also ich merke auf jeden Fall Menschen um mir herum dass wenn man halt, wie du sagst, halt alle möglichen Dinge im Kopf hat wo man denkt das ist jetzt was gesetzt ist, dass man halt ganz viel verpasst auch und eben nicht happy ist in dem dann was man macht sondern Ja.
00:21:02: Ich glaub, es ist halt wenn man so eine Reise wie jetzt wir gemacht haben das war auch schon ein bisschen durch die anderen Reisen davor oftso und mal diesen Weg gegangen ist dass man mal sagt ja ne ich mach jetzt mal was ganz anderes dann hat man auch irgendwann im Kopf diese Flexibilität dass man auch sagen kann ohja das kann ich auch wieder machen wenn ich jetzt irgendwie den und den Job anfange und da merke ich irgendwann achja das ist jetzt vielleicht doch nicht mehr das Richtige für mich der dann mache ich etwas anderes.
00:21:30: Ja, außer du hast Kinder und Frau und Haus.
00:21:32: Genau!
00:21:33: Aber es sind ja... Also natürlich schafft man sich auf jeden Fall da Verbindlichkeiten, wo man die auch einhalten muss.
00:21:40: aber man kann schon immer einen Weg finden.
00:21:44: Das heißt jetzt nicht dass man so eine Reise ist natürlich klar.
00:21:48: deswegen haben wir das ja jetzt auch gemacht bevor wir jetzt irgendwie Kinder und so haben.
00:21:52: Wir haben auch gutes Bodyboot von uns, die waren mit ihren Kindern unterwegs in dem Anfang Gymnasialleiter sozusagen.
00:22:00: Also es gibt auf jeden Fall bei uns in der Gesellschaft immer mehr Ausreden, als dass man in Wegen denkt.
00:22:06: Natürlich gibt's auch natürlich Ausrede die kann man gelten lassen aber viele ausreden kann man auch manchmal nicht geltenlassen.
00:22:15: Ja auf jeden fall ihr werdet sicherlich oft die Frage kriegen wo war's am schönsten?
00:22:20: und ich mich mag die frage überhaupt nicht weil am ende sieht Jede Palme und jeder Strand und jeder Sand und Bucht sieht alles sehr, sehr ähnlich aus.
00:22:27: Wenn man so reißt, dann ändert sich gar nicht an die Details.
00:22:30: Das ist mir die Frage... wenn man sich an irgendwas besonders erinnert was war es eigentlich jenseits von Palmen und Stränden?
00:22:36: Warum war's da so gut?
00:22:37: Habt ihr da so ein Ort?
00:22:38: Und könnt ihr erklären, was quasi die höhere Ebene waren?
00:22:41: Ja, deine Frage ist eigentlich schon sehr gut weil wir kriegen die Frage wie gesagt öfter haben deswegen auch schon viel darüber nachgedacht und auch viel zusammen da drüber gesprochen.
00:22:51: Und es sind eben gar nicht richtig die Orte, sondern es sind eigentlich immer eher die Begegnungen, die dann irgendwie auch einen Ort speziell machen.
00:23:01: also wenn man dann sagt ja welcher Ort war das denn?
00:23:05: Dann sagen wir zum Beispiel in Vanuato diese Insel aber eigentlich waren's die Begehtnungen die wir dann da hatten und gar nicht jetzt rein der geografische Ort.
00:23:15: Und so ist es eigentlich in den meisten Fällen von Sachen, wo man auch noch wirklich länger drüber nachdenkt oder die einem länger im Gedächtnis bleiben.
00:23:23: Es sind immer eher Begegnungen mit Menschen als der reine schöne Ort.
00:23:29: Wenn ihr zurückblickt gibt's irgendwas was hier anders machen würdet?
00:23:32: Also weniger Starr diese drei Jahre anpeilen oder so in die Richtung?
00:23:36: Ja also da haben wir auch schon tatsächlich darüber geredet.
00:23:39: und wenn wir jemanden anderen... Empfehlungen aussprechen könnten.
00:23:44: Tut ihr
00:23:44: hiermit?
00:23:47: Dann würden wir sagen von Anfang an nicht mit, wenn man jetzt drei Jahre sich Zeit nehmen möchte um eine Segelreise zu starten dann vielleicht nicht vom Anfang an zu planen in den drei Jahren um die Welt zu fahren weil das eben auch für einen selber viel Druck aufbaut einfach das dann in den drei Jahren auch schaffen zu wollen und so weiter, klar man hat sich dieses Ziel gesetzt sondern vielleicht einfach zu sagen so.
00:24:17: In drei Jahren möchte
00:24:19: ich
00:24:19: schöne Orte mit meinem Seegebot erkunden oder ich will vielleicht in drei Jahren anfangen... Ich will Richtung Pazifik fahren in den dreijahren Und
00:24:29: mal gucken wie weit ich komme
00:24:30: Genau!
00:24:31: Mal gucken wie weite ich kommen.
00:24:32: Auch ein bisschen no expectations Genau, das ist mal sehr Erwartungshaltung.
00:24:37: Sondern einfach zu sagen ja ich gehe jetzt auf Langfahrt Ich will auch mit meinem Boot irgendwie abgelegene Orte entdecken oder so.
00:24:46: Aber wo es dann ist, das ergibt sich dann und man halt auch flexibel.
00:24:50: Dann macht man erstmal die Atlantie-Übergwährungen Und dann merkt man ah ja hier fällt mir doch recht gut.
00:24:56: Oder ah ne Karibik ist nicht so meins.
00:24:58: Gehe ich in Pacific Bleibe ich zwei Saison aus den Pacific So ist dann halt vieles möglich.
00:25:05: Was war am anstrengendsten?
00:25:07: Ich würde fast sagen, das Leben auf engen Raum zu dritt in WG.
00:25:12: Also bei uns war es ja WG-Charakter im Prinzip.
00:25:15: Wir waren halt drei gute Freunde und wir sind auch immer noch Freunde muss man so sagen.
00:25:20: Wir sind jetzt danach nicht zerstritten oder so.
00:25:23: aber das war auf jeden Fall schon die größte Herausforderungen, weil es eben einfach drei erwachsene Menschen mit verschiedenen Charakteren auf sehr engem Raum über drei Jahre hinweg sind.
00:25:37: Die verschiedene Gedanken, verschiedene Stimmungen, verschiedene Launen, verschiedene Herangehensweise und verschiedene Problematiken beispielsweise mit sich bringen.
00:25:48: Wir haben eigentlich auch immer gesagt an Bord so Kommunikation ist key bei allem, weil du halt einfach Ob du willst oder nicht, fast jedes Thema an Bord ging eigentlich jeden von uns drei was an.
00:26:02: Und deswegen musste man eigentlich über jede Kleinigkeit zu dritt sprechen.
00:26:08: aber klar es gab natürlich auch Tage und Situationen wo halt irgendwie einer mal nicht so viel Lust darauf hatte eigentlich über Sachen zu sprechen Aber am Ende dann nicht gut drauf war weil Die anderen halt nicht mit ihm über die Sache gesprochen hatten.
00:26:24: Und dann gab's teilweise so schwierige Situationen,
00:26:27: wo man will
00:26:27: Arbeit.
00:26:28: Ja es ist echt viel Arbeit einfach!
00:26:30: Wie eine Beziehung im Grunde ne?
00:26:32: Also das ist ein super Leben und eine vernünftige Beziehungen später einzukriegen.
00:26:35: Wir haben vorher extra einen Ehrevertrag aufgelegt.
00:26:38: Ja also wir haben tatsächlich am Anfang uns zusammen hingesetzt und nen Vertrag aufgesetzt, wo wir halt so'n paar eben solche... sehr schwierigen, potentiell schwierige Situationen schon vorbesprochen und festgehalten haben.
00:26:55: Die halt wenn die Situation eintritt hoffentlich nie natürlich voraussichtlich sehr schwierig noch zu besprechen wäre weil es eben emotionale Themen sind wie zum Beispiel was passiert wenn jemand aussteigen will?
00:27:11: Wie macht man das dann finanziell ist es möglich und so weiter.
00:27:16: Was haben wir noch festgelegt?
00:27:17: Alles mögliche.
00:27:18: Ja, Todesfall.
00:27:22: Wenn jetzt jemand keine Lust mehr hat oder wie ist es wenn jemand irgendwie noch mit dazu holen will...
00:27:29: Wenn jemand eine Frau irgendwo kennenlernt.
00:27:31: Ihr seid in einem Hafen und kommt eine Trämperin mit und dann was ist dann?
00:27:34: Also dann ausführlich.
00:27:36: Ihr seit jetzt zurück habt drei Jahre im Grunde unser Land nicht richtig mit gekriegt Und ihr werdet sehen, es hat sich natürlich was verändert.
00:27:43: Also rein politisch schon aber das ist jetzt hier nicht das Thema.
00:27:46: Aber eigentlich hat sich bei den Leuten in eurer Umgebung würde ich sagen längst nicht so viel getan wie bei euch.
00:27:53: Könnt ihr sagen, was eure persönliche Entwicklung war wo ihr gemerkt habt?
00:27:58: Ihr seid echt gewachsen in der Zeit?
00:28:00: Also ich würde sagen dass wir... Dass auch ich persönlich gelernt habe auf dem Boot ein bisschen erzwungener Maßen, mehr im Hier und Jetzt zu leben.
00:28:13: Und nicht immer nur in der Zukunft zu leben und auf irgendwas hindt.
00:28:18: also was man natürlich auch einfach so ein bisschen die Karotte vor der Nase da man halt arbeiten geht auf etwas hinzuarbeiten und irgendwie gefühlt sein gesamtes Leben damit verbringt auf was hinzu arbeiten was man vielleicht aber auch nie erreicht oder irgendwas in der Vergangenheit liegendem nachzutrauern, aber eigentlich nur sehr wenig Zeit aktiv im Hier und Jetzt verbringt.
00:28:44: Und sich irgendwie aktiv drüber freut.
00:28:47: Guck mal, ist doch voll der nice Tag heute!
00:28:49: Lass was Cooles machen vielleicht auch nach der Arbeit.
00:28:52: Lasst noch irgendwie zusammen eine kleine Banderung machen.
00:28:55: Egal was einfach mehr im Hier-und-Jetzt zu leben.
00:28:59: das habe ich für mich und denke mal haben wir alle auch gelernt mehr einfach im Hier und Jetzt zu sein.
00:29:06: Stefan, du?
00:29:07: Mir ist jetzt ge- also Spont ist natürlich eine sehr schwierige Frage, da könnte man jetzt lange drüber nachdenken.
00:29:12: Spontan sind mir jetzt zwei Sachen eingefallen.
00:29:15: Erst so ein bisschen was man halt von fremden Kulturen jetzt mitbringt eigentlich fast überall.
00:29:22: So hält meistens sehr positive Lebenseinstellungen vor allem wenn man hier wieder Zuhause ist und in Deutschland eigentlich.
00:29:31: dann denke ich, eigentlich geht es uns hier perfekt.
00:29:33: Aber viele... Es hat auch schon muss man sagen in Griechenland angefangen.
00:29:37: so echt so ab den Zeitpunkt wo wir zurück in Europa waren was wieder das erste Mal dass man irgendwie auf der Straße Leute getroffen hat die einem angeguckt haben als wäre jetzt gerade die Welt untergegangen Und die Stimmung einfach irgendwie keine positive Ausstrahlung hatten.
00:29:53: So und das ist wirklich gefühlt fast Überall sonst auf der Welt haben wir immer nur positive Begegnungen gehabt und vor allem halt fremden gegenüber, sie waren eine Fremde.
00:30:04: Und dass die Offenheit, das
00:30:05: ist ja die offene Heilung und aber auch so die Einstellung uns selbst zum Leben sehr positiv ist.
00:30:14: Das nehme ich auf jeden Fall mit und muss jetzt auch immer wie gesagt wenn nicht hier irgendwie durch die Straßen gehe sehr oft darüber nachdenken, wenn ich irgendwelche Leute sehe die mit eine große Fresse ziehen und irgendwie gefühlt irgendwas weiß ich nicht was dann halt nicht passt.
00:30:29: Und das was ich persönlich so ein bisschen glaube ich mitnehme ist auch so ein bißchen die ganze Sache die jetzt mit der... ...mit diesem engen Leben und der Kommunikation zusammenhängt.
00:30:41: Ich glaub' ich hab schon noch mal so ein bisschen mehr gelernt Auch viel über mich selber auch gelernt nochmal wie manche Sachen auch bei anderen ankommen, was auch meine Schwächen sind in solchen Situationen.
00:30:55: Und auch, wie man halt darüber am besten und gut redet.
00:30:59: also so reine Kommunikationsskills.
00:31:03: Das ist jetzt glaube ich das so ein bisschen rein persönlich so als ich da von der Reise am meisten mitnehme.
00:31:09: Robby war dir?
00:31:10: Also auf jeden Fall auch die Kommunikation Skill weil die halt einfach Ki-Bahn die ganze Zeit an Bord, aber noch mal vielleicht so in Bezug auf andere Menschen.
00:31:22: Begegnungen mit anderen Menschen.
00:31:24: Da waren wir auch sehr oft einfach positiv überrascht von Begehnungen mit wildfremden Menschen wie nett die einfach sind und wie offen und freundlich.
00:31:38: Und wenn man denen erzählt ja ich habe jetzt hier ein Problem mit dem Motor oder ich brauche dies Ich brauch was zu essen Wir haben es eigentlich fast nie gehabt, dass irgendwer gesagt hat... Ja ist euer Problem.
00:31:52: Ich helfe euch nicht.
00:31:53: Immer!
00:31:54: wird einem geholfen, wenn man nett ist und sagt hi ja wir kommen von da und da.
00:31:59: Wir haben gerade jetzt hier echt ein Problem.
00:32:00: es ist schwierig kein Problem ich helfe euch.
00:32:03: mein Cousin hat eine Autowerkstatt.
00:32:04: komm mit ich fahre euch hin.
00:32:06: wollt ihr noch was zu essen?
00:32:07: Wir fahren bei meiner Oma vorbei die Koch und so.
00:32:10: Am Anfang der Reise hatten wir immer noch gedacht okay dann irgendwann am Ende will man wieder Geld dafür haben oder irgendeine Gegenleistung.
00:32:18: aber Das ist einfach nicht so.
00:32:20: Da haben wir einen bestimmten Jahr mindestens gebraucht, das abzulegen, dass man immer das Gefühl hat, man müsste was
00:32:27: zurückgeben.".
00:32:28: Und auch dieses grundsätzliche Misstrauen anderen Menschen gegenüber, warum ist der jetzt so nett zu uns?
00:32:36: Der hat garantiert ein Hintergedanken.
00:32:40: Es kann nicht will sein!
00:32:41: Da ist irgendwo ein Haken dran.
00:32:43: und immer diesen Haken zu suchen... Das ist irgendwie sowas, weiß ich nicht.
00:32:47: Was für irgendwie bei mir so war oder ob das irgendwie so ein deutsches europäisches Ding ist?
00:32:53: Haben wir schon als Kinder.
00:32:54: Ja ja
00:32:55: voll und das irgendwann mal abzulegen war wirklich auch sehr also super hilfreich und auch befreien weil die allerwenigsten Menschen... Also wir haben keine einzige Begegnung gehabt, in der sich negativ war oder wo dann uns tatsächlich jemand irgendwie was gönntes wollen wollte, so es waren.
00:33:16: So die allermeisten Menschen.
00:33:18: wenn man zu denen nett ist dann sind sie auch nett zu dir und das ist scheißegal was für eine Ethnie in welchem Land du unterwegs bist welche Religions völlig egal die sind einfach Wenn du nicht zu dem bist dann sind ihr auch net zu dir Und wollen ja auch helfen und helfen.
00:33:34: die gerne auch und das war schon auch super schöne Erfahrungen Was ich war sich schon auch für mich so mitgenommen habe einfach offen sein, offen sein anderen Menschen gegenüber.
00:33:47: Anderen Menschen auch Hilfe helfen wenn sie Hilfe brauchen weil du selber vielleicht auch mal in der Situation sein könntest dass du halt Hilfe brauchst und dann freust du sich sehr sehr darüber.
00:33:58: ja
00:33:59: Jungs ich hoffe sehr das ihr diesen vibe beibehaltet dass das in unserer gesellschaft nicht untergeht dass ihr euch immer dran erinnert wie gut die welter draußen eigentlich ist um das wir uns nicht anstecken lassen von so einem relativ stark im Pessimismus, der gerade in unserem Land und irgendwie auch in der westlichen Welt herrscht.
00:34:13: Ja absolut!
00:34:14: Ich hoffe ihr kommt gut an, ihr behaltet das und wenn ihr wieder ins See stecht sagt uns Bescheid wir berichten gerne wieder
00:34:20: drüber.
00:34:21: Das kann schon irgendwann wieder... Ja absolut
00:34:24: auf jeden Fall.
00:34:25: Vielen vielen Dank sehr gerne
00:34:26: danke dir auch.
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