#72 Weltumsegelung als WG-Projekt: ein Boot, über 200 Mitsegler – mit Moritz Wichmannn

Shownotes

Weltumsegelung mit Komfort, aber ohne Vermögen? Geht! Moritz Wichmann hat sich seinen Traum erfüllt: Er kaufte eine gebrauchte Dufour 43 und nahm auf 40 Etappen rund um die Welt insgesamt 221 Mitsegler an Bord, die für ihre Teilnahme an der Reise bezahlten. So schaffte er in 18 Monaten die komplette Weltumrundung – ohne dabei pleite zu gehen.

Im Gespräch mit Host Timm Kruse erzählt er von magischen Momenten und harten Realitäten: Crew-Management mit über 200 Menschen, Bootswartung im laufenden Betrieb, Krokodile vor Australien und wie er trotz Risiken und Hindernissen die Fahrt durchs Rote Meer gemeistert hat. Moritz verrät, was so ein Abenteuer kostet, reflektiert, was er gelernt hat und wie er vom Redakteur zum Weltumsegler wurde.

Mehr über Moritz findet ihr hier.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen beim Podcast der Yacht, Europas größtem Segelmagazin.

00:00:04: Mit Journalist und Segner Tim Kruse.

00:00:07: Er spricht mit Menschen die den Wind kennen wie Verantwortung tragen und echte Geschichten erzählen.

00:00:12: Segeln für die Ohren jeden Freitag neu!

00:00:15: Ich behaupte mal dass die Hälfte der Leute, die uns zuhören davon träumen um die Welt zu segeln.

00:00:20: Aber wie soll das gehen?

00:00:21: Kein Geld, keine Zeit und es gibt so viele Ausreden ist nicht zu machen.

00:00:25: Moritz Wichmann hat sich da gedacht ich mache das anders.

00:00:27: Ich spare auf ein Boot und segle dann mit lauter Leuten los die für ihren Turn bezahlen.

00:00:32: Und so entstand eine segelnde WG Auf einer Dufuhr-Dreienviertig einmal um die Welt In achtzehn Monaten mit zweihundert und zwanzig Mitseglerinnen und Mitsegelern.

00:00:42: Moritz war das insgesamt ne schlaue Idee?

00:00:44: oder sagst du auch ging so?

00:00:46: Ja, bis auf Kleinigkeiten natürlich.

00:00:48: Man kann immer Sachen verbessern.

00:00:49: Klar man lädt immer dazu aber ja war ein großes Abenteuer war eine geile Sache.

00:00:55: War manchmal nervig, manchmal einfach nur anstrengend und da hieß es durchhalten und manchmal war's einfach magisch.

00:01:01: so diese Momente den wir alle hinterherjagen im Leben so'n bisschen.

00:01:06: Ja genau das gehört auch alles dazu und es gehören ja auch die tollen Momente.

00:01:10: aber auch die schrecklichen Momente gehören halt einfach zum segeln dazu.

00:01:12: und würdest du Mittlerweile ist es ja jetzt schon ein Jahr her, glaube ich.

00:01:16: Deine Reise

00:01:17: über dem Jahr hat das ja.

00:01:18: was würdest du anders machen?

00:01:21: Ein paar Kleinigkeiten also.

00:01:23: würde zum Beispiel versuchen für die langen entlegenen Stücke z.B.

00:01:27: Empathiefik sehr langfristig vorher Crew zu finden.

00:01:32: Zum Beispiel Atlantik Überquerungen versucht wirklich jeder Backpacker und Hippie nach und ist wirklich sehr schlimm.

00:01:36: man wird über Rand von Anfragen aber geheimtipp für mich an alle fahrt in die Shelter Bay Marina, in Panama.

00:01:43: Da sitzen jede Menge wohlhabende Segler auf tollen Booten rum, die über den Pazifik segeln wollen und nicht genügend Crew haben oder zum Beispiel Leute suchen.

00:01:50: bei der Atlantik-Reform werden die Leute überrannt.

00:01:52: Zweite Sache, die ich vielleicht anders machen würde.

00:01:54: Vielleicht Australien, die Nordküste auslassen wegen Krokodilen.

00:01:58: man kann einfach nicht ins Wasser springen so wie im Mittelmeer mal einfach mal vom Heck runter springen das geht einfach nicht ist also nervig.

00:02:05: vermutlich würde ich dann eher direkt gleich nach Indonesien rein und da mehr Zeit verbringen.

00:02:10: Weiß nicht, in Australien kann man vielleicht einfach besser von Land besuchen, einklarieren ist sehr nervig und stressig und deutlich bürokratischer als in anderen Ländern.

00:02:18: Ja das wären so zwei Sachen die mir spontan einfallen.

00:02:21: aber ja ein paar Kleinigkeiten gibt es natürlich immer so.

00:02:24: Ja klar!

00:02:26: Jetzt hattest du twohundert-einundzwanzig Leute mit?

00:02:28: War das teilweise dann auch schwierig oder war das würdest du sagen ne Neune-neunzig Prozent lief das echt gut weil halt Leute, die Segeln sind eigentlich tolerant und offen.

00:02:38: Und da muss es eigentlich funktionieren?

00:02:40: Wenn du mal eine schwierige Person hast mit der Crew von fünfzehn bis sieben Leuten, kann man das normalerweise mit ein bisschen Goodwill irgendwie integrieren.

00:02:48: Ich weiß dass in der traditionellen Segel-Literatur auch in der Englischgrafik einen Testsegel mit Bolten umfangreich prüfen usw.

00:02:59: Das konnte ich überhaupt gar nicht machen weil ich sehr gesegnet bin und weil ich zu viele Leute hatte.

00:03:05: Und aber ich war es auch gewöhnt, weil ich ihn über zehn Jahre vorher schon bei Don't Coup als Schutterskipper gearbeitet habe.

00:03:12: Also muss ein bisschen der Typ dafür sein.

00:03:13: also ich komme gut mit allen möglichen Leuten eine fast allen Leute klar

00:03:18: Ja kann ich voll nachvollziehen Ich arbeite ja auch als Skipper und hatte bisher in all den Touren auch erst eine wirklich sehr komplizierte Person an Bord und der Rest war super!

00:03:26: Das funktioniert eben und das ist das Schöne.

00:03:28: und das Schlimme ist gleichzeitig bei uns Menschen diese eine Person bleibt halt hängen

00:03:33: ne?

00:03:34: Aber es ist dann auch eine gute Geschichte.

00:03:35: Ja

00:03:36: genau, das stimmt!

00:03:39: Was hast du als Skipper gelernt in der Zeit?

00:03:42: Und es waren ja vierzig Töns muss man sagen was ich ja auch spannend finde dass du das so genau aufgeteilt hast.

00:03:47: Was hast Du gelernt?

00:03:49: Naja also ich habe mir vorher als Skipper hauptsächlich Bode gefahren und wurde angelegt.

00:03:56: Natürlich hab' ich auch meine Fähigkeiten der Fernkanung mit die verbessert.

00:04:01: alles teils von erwachsen werden organisiert her und besser da wenn.

00:04:05: Aber ich glaube das was ihr am meisten gelernt habt ist wirklich Bootswartung, Pflege, Bootbaureisches, Mechanisches als ja vorüber Pen-Mechaniker.

00:04:15: Man hat dann Treiben um Boden mehr.

00:04:16: Schön erstmal nicht nur normal mein Motor entlüftet sondern auch bis zu Eventieren entlüfftet usw.

00:04:24: Und alle möglichen Problemchen gelöst und immer mehr Elektriks selber gemacht.

00:04:27: und ja also vor allem so technisch man würde ein bisschen Ein bisschen Segelmacher, ein bisschen Elektriker.

00:04:34: Ein bisschen Nitranika und ja so roundabout allrounder.

00:04:39: Und ich habe auch einen ganzen neuen Respekt vor Anwerkern, Bootsbauern.

00:04:48: Solche Leute beyond the superficial touristy wenn man zu langen Probleme lösen muss.

00:04:55: Ich kann das total nachvollziehen und ich merke es immer ganz gut in so ein Mikroquatschen.

00:04:59: aber ein Motor reparieren kann natürlich nicht.

00:05:01: Und da sehe ich, und ich habe auch so hohen Respekt vor Handwerkern.

00:05:04: Vor deren Intelligenz wenn es uns mechanische oder auch ums logische geht.

00:05:09: wie Sachen zusammenhängen und aufgebaut sind finde ich toll und da stimme ich dir absolut zu Da kann man noch so viel lernen.

00:05:15: Wir als Segler müssen im Grunde das auch alles drauf haben.

00:05:18: Es reicht nicht ein guter Skipper zu sein Ein guter Skiper oder einfach nur ein gutter Segler zu sein.

00:05:22: Guter Skipper muss halt auch seinen Boot kennen und dass eigentlich auseinandernehmen und wir zusammenbauen können

00:05:27: Oder man wird einen noch bessere Skipper auf jeden Fall.

00:05:28: Ja klar

00:05:30: Jetzt hast du eben schon vom Roten Meer gesprochen, das ist so eins der Meere dass ich noch nicht besegelt habe und auch keine Lust drauf habe.

00:05:36: Ich hab da einfach echt Respekt vor.

00:05:38: und dann weiß es gibt immer wieder Piratenangriffe vielleicht auch teilweise natürlich von den Medien dann aufgebaut.

00:05:42: und dennoch wie war's für dich da?

00:05:44: Wie hast Du Dich gefühlt?

00:05:45: Ja ähm ich hab extra auf meinem Block vorher ein Blogbeitrag geschrieben wie ich genau mit der Situation umgehen will und das Mantra war quasi ja es ist ein Risiko es gibt einen Risiko aber das Risiko ist managebar Und zwar so.

00:06:01: Durch Baba Elmandep, also das Nadelöhr an der südlichsten Stelle des Roten Meeres wo es am engsten ist fährt man mit Rückenwind und mit Strömung von hinten nachts schön durch sodass man möglichst schnell quasi an einer jemenitischen Küste oder eventuellen Hutiraketen vorbeihuscht Und in anderthalb Tagen ist man dann quasi aus der erweiterten Gefahrenzone heraus, mal davon abgesehen dass die Hutis bis jetzt keine privaten Yachten angegriffen haben.

00:06:27: Sondern nur Frachter und Tanker, ne?

00:06:30: Genau aber ich habe mir die Seele wundgeschrieben und hab versucht da Mitsegler zu finden.

00:06:34: uns wollte niemand jeder alle hat ein Schiss und dann ist mir mein Vater zur Hilfe gekommen und mein guter Mitseger Freund Peter aus den USA der keine Angst hatte.

00:06:46: Also schaut dort an die beiden.

00:06:48: Aber es war anschränkend im Rotem Meer, aber auch ein großes Abenteuer.

00:06:52: Also ja, zweitausend Meilen gegen den Wind.

00:06:54: Nicht Passatwind und Raumwindkurs fahren sondern quasi... Die Taktik dort ist quasi wenn immer wenig Wind ist gegen Anmotoren oder ein bisschen segeln.

00:07:06: wir haben auch gesegelt, aber oft muss man sich dann in Ankerplätze verkriechen um quasi starken oder stürmischen Nordwind abzuwettern.

00:07:14: Ja, also das rote Meer agiert oder ist quasi wie so ein... kann man sich vorstellen.

00:07:18: Wie so ein großer Kamin auf zwei Seiten Wüsten und die heiße Luft muss irgendwie abgeführt werden und sie wird nach Süden abgeführt.

00:07:26: Aber es gab auch da richtig schöne Überraschungen.

00:07:29: Also der Sudan zum Beispiel.

00:07:32: super cool sehr armen.

00:07:34: wir waren in Soakien aber super freundlich.

00:07:36: die Leute von Djibouti bin ich nicht so'n großer Fan.

00:07:39: Djiboute is ja naja.

00:07:41: man ist umgeben von irgendwie Islamistischen Diktaturen, Militärdiktaturen Saudi-Arabien was jetzt auch nicht super seglerfreundlich ist.

00:07:51: Sie versuchen sich zu öffnen aber trotzdem naja... Auch in Ägypten kann man sich nicht frei bewegen.

00:07:56: Aber Suaqin und Sudan war wirklich die positive Überraschung.

00:08:00: Genau wir hatten auch nervige Situation als zum Beispiel einmal hat sie wenn ich ein bisschen nah an Saudi Arabien ran gesäge Und hat die Saudi arabische Küstenwache versucht mich so zwingend einzuklarieren.

00:08:09: und genau ja und Djibouti ist ein bisschen für mich, da müssen halt alle hin.

00:08:15: Da fahren ja auch alle Militäremissionen hin und so weiter weil das der einzige quasi freier Hafen ist.

00:08:19: aber es ist auch ein bisschen absolutes Freihandels.

00:08:22: Hellhole also total dereguliert vermüllt alles geht jeder versucht sich abzuziehen und die Taxifahrer sagen aus Prinzip nur den dreifachen Preis.

00:08:31: und ja also zwar so ein bisschen... da fährt man nur vorbei um wirklich als strategischen Stopp um Leute an Bord zu holen mal in den Supermarkt zu gehen und die Proverben aufzufüllen.

00:08:42: Und dann geht's gleich weiter, also ja das Rote Meer könnte schön sein.

00:08:46: Who knows?

00:08:46: Vielleicht gibt es irgendwann nochmal einen zweiten arabischen Frühling.

00:08:50: Ich würde mich freuen.

00:08:51: ich glaube viele junge Leute in der Region würden sich auch freuen.

00:08:54: Absolut.

00:08:54: Die ja genau so darunter leiden.

00:08:56: und Ja aber who knows!

00:08:58: Also wir haben sie auch geschafft und so ist es.

00:09:01: Und trotzdem liebe ich die arabische Kultur, weil sie halt so welcoming ist und du bist als Gast das höchste.

00:09:06: Und Sie laden dich immer ein und sind immer da.

00:09:08: Und selbst wenn Sie kein Wort Englisch sprechen, die geben ihr letztes Hemd für uns.

00:09:11: Das liebe ich eben auch und das gehört auch zum Reisen dazu zu sehen es gibt wirklich schlechte Staaten und trotzdem wahnsinnig gute Menschen.

00:09:17: Du hast beides in diesen Arabischen Staaten.

00:09:21: hast du irgendwelche Immigration oder Customs Offiziere die dann versuchen die Hand aufzuhalten um möglichst viel rauszuschlagen?

00:09:28: Und dann hatten wir super nette Lotzen im Suhez-Kanal, die zum Beispiel auch genau dieser Geschenkkulturfolgen, die du erwähnt hast.

00:09:38: Mir einfach was Kleines geschenkt haben und da haben wir ihnen etwas Kleines zurückgeschenkt und er war quasi der Tradition genüge getan.

00:09:43: Das waren übrigens junge Kapitäne von Tuckboats.

00:09:48: Wie sagt man?

00:09:48: Lotsenboken, genau!

00:09:49: Die auch nebenbei Yachties als Lotzen durch den Kanal führen, genau.

00:09:55: Schön.

00:09:56: Du hast dich für eine Dufur, dreiundvierzig entschieden.

00:09:58: Erklär mal warum?

00:10:00: Es war ne pragmatische Entscheidung.

00:10:02: Ich hab'n Boot gesucht im Winter ein, zwanzig, zweinzwanzig.

00:10:06: das war noch so Ausgang der Corona-Pandemie.

00:10:09: es war ein Käufermarkt, es waren nicht viele Boote auf dem Markt aber ist auch ein gutes Boot und es ist ein Allrounder.

00:10:16: ja also die ... Der Yachtestbericht von zwei tausend Eins hat gesagt quasi Gut ventiliert für tropisches Segeln, segelt gut bei Leichtwind.

00:10:26: Solide laminiert also relativ dick.

00:10:29: Also ein ehrliches Boot, sagen wir mal so ja.

00:10:32: Weder einen Rennpferd noch irgendwie so ein ganz altes... Solide!

00:10:36: Genau hat auch zum Beispiel eine sehr gute Kabinenaufteilung, sehr gute Ratznutzung.

00:10:40: und der Gutafter der mein Boot begutachtet hat vor dem Kauf, der meinte hätte noch nie ein Boot gesehen zum Beispiel was hinten so vollgestoppten Equipment gewesen sei.

00:10:50: Nämlich Generator und Watermaker im Lazarett hinter den beiden Achtakabinen.

00:10:54: also genau es kam schon mit ein bisschen Equipement.

00:10:58: Es war relativ gut in Schuss weil es zwei alten griechischen Ehrparen gehörte die das nur drei vier Wochen im Sommerurlaub genutzt haben Und die eigentlich so ein bisschen von von Hafen zu Hafen Motorz sind.

00:11:10: und deswegen genau.

00:11:12: Trotzdem musste man ein paar Sachen machen.

00:11:14: Ich hab Speed-Refit gemacht in drei Wochen, quasi zum Beispiel alle Seeventile ausgetauscht, die waren auch original von zwanzig Jahre alt.

00:11:21: Am Ende zwei, drei von denen ging gar nicht mehr richtig ordentlich zu.

00:11:23: Das war höchste Eisenbahn, das Rigg ausgetauscht... So die wichtigsten Sachen gemacht, Sail-Drive-Seal gewechselt, Geräteträger hat aufgebaut und den Rest habe ich tatsächlich anders als viele andere Leute, die jahrelang ihre Boote vorbereiten, ...hab' ich tatsächlich unterwegs abgegraded also on the run genau Weil sonst hätte ich irgendwie ein Jahr warten müssen mit der Hurricane-Saison.

00:11:46: Man muss ja zu gewissen Zeiten auf den Kanaren sein, zu gewisse Zeit losfahren über in Atlantik.

00:11:51: Genau und ich wollte nicht ein Jahr warten und deswegen habe ich unterwegs den Watermaker noch repariert.

00:11:55: Unterwegs Lithium-Batterien in Mallorca von einem sehr talentierten Marine-Elektriker einbauen lassen.

00:12:02: Er unterwegs so in Cap Verde, Solarpanels nachgerüstet... genau also das war immer was zu tun!

00:12:07: Und ich hab halt alle acht Wochen Ein acht bis zehn Wochen eine Woche Pause gemacht, Refit.

00:12:15: Um quasi Dinge die vermutlich kaputt gehen, repudieren zu können aber auch Sachen Stück für Stück upgraden zu können genau.

00:12:23: Viele, die uns zuhören haben ja diesen Traum was ich eben schon sagte.

00:12:26: und ein Hauptargument.

00:12:27: also es gibt zwei Hauptargumente in der Zeit und Geld.

00:12:31: Lass uns erst über Geld sprechen.

00:12:32: kannst du verraten was du für das Boot bezahlt hast?

00:12:34: Und was du dann noch investiert hast

00:12:36: Darf ich leider nicht, weil es im Kaufvertrag explizit verboten ist.

00:12:39: Aber... Ich kann dir sagen was damals die Dufuhr-Dreienvierzig-Klassik und andere Boote vierzig bis fünfvierzig Fuß, die ich gesucht habe kostet haben nämlich so ungefähr zwischen fünfundsechzigund neunzig oder hunderttausend

00:12:51: Euro.

00:12:52: Und dafür klickt man gute Allrounder-Boote, Excharterboote oder so zwanzig, fünfundzwanzig Jahre alt.

00:12:59: wenn's so fünfzehn Jahre ein bisschen jünger sein soll Dann geht es eher Richtung neunzigtausend oder so, da fünfmal neunzehntausend.

00:13:05: Aber genau und rein investiert boah schwierig.

00:13:09: ich glaube so pro Jahr ja schon so zwanzigtausends dreißig tausenden.

00:13:16: Ja also hast mehr Material verschleißt auf der Weltumsehung.

00:13:19: Ich habe musste immer mal wieder auch Verdacht Sachen doppelt oder Sachen zwei Sachen zwei Ersatzteile kaufen weil ich quasi nicht die Chance hatte irgendwie wenn's dann nicht passt Ähm, irgendwie drei Wochen zu warten bis das nächste geliefert wird.

00:13:33: Genau also war bestimmt nicht alles optimal.

00:13:36: aber dass ist dann halt so die pragmatische Entscheidung die man halt treffen muss wenn man es so machen will wie ich nämlich relativ schnell sag ich mal in zwei Jahren was ja laut Jimmy Cornell der welse Entwickler Legende genau der dieses Buch World Cruising Roots geschrieben hat.

00:13:52: Ich habe in seiner Route gefolgt Ja was quasi die kürzeste Variante ist und wirklich um die Welt zu sehen Begatter Style ohne Anhalten singen will, genau.

00:14:02: Erzähl mal wie du es zeitlich hingekriegt hast, weil du hattest ja auch ein Job und alles!

00:14:05: Wie hast du das gemacht?

00:14:06: Ja ich habe meinen Job dafür gekündigt.

00:14:08: also ich war Redakteur bei einer Tageszeitung vorher und ja ich hab quasi zehn Jahre quasi gespart und ja hat mein Job komplett dafür gekünstigt.

00:14:17: Ich hatte am Anfang noch so romantische Ideen dass ich hin und wieder von der vom Boot aussäge wie einen Artikel schreiben könnte.

00:14:25: aber vergiss es war so beschäftigt mit Segeln, Crewmanagen, Reparaturenplanen, Ersatzteilbeschaffungen planen.

00:14:33: Genau also ja Social Media.

00:14:36: Also das war nicht möglich.

00:14:37: und zu deiner Sache mit Geld?

00:14:40: Also naja ich sage mal so wir sind jetzt oder ich bin jetzt in sag ich mal moderaten Komfort um die Welt gesegelt.

00:14:45: Ja also mit Watermaker Generator neuen Lithium Batterien der auf vierzig dreinvierzig Fuß ist ja schon jetzt auch nicht klein.

00:14:53: aber wer es wirklich will ... und weniger Geld hat.

00:14:58: Es gibt ja diverse YouTuber zum Beispiel, die beweisen... ... dass es auch anders geht, z.B.

00:15:02: in SailingUma.

00:15:02: Ich glaube sie haben damals ihr Boot für... ...zehntausend Dollar gekauft, irgendwie so dreißig Fuß oder so,... ...und dann steckst du da nochmal zehntausend fünfzehtausend Euro rein,... ...mach das richtig fit und dann kannst du auch um die Welt sägen.

00:15:12: Und was in der Literatur so als Budget quasi angenommen wird pro Monat... ...indegie zwischen sechs, siebenhundert Euro bis tausendfünfhundert... ...Euro also sechs, sevenhundert ist eher so Reis- und Bohnen wirklich sehr, sehr genügsam.

00:15:26: Und ich war dann je Richtung, so, tausendtausend Fünfhundert Euro unterwegs.

00:15:29: Aber es ist ja immer noch voll überschaubar?

00:15:31: Genau!

00:15:31: Ist alles machbar und das ist eine Sache von finanzieller Disziplin, sich das Geld anzusparen... ...und D., dass dann zu verwalten und dazu versuchen, einigermaßen smart zu sein.

00:15:41: Ich bin jetzt tatsächlich durch meine Mitsegler plus-minus null ungefähr rausgekommen.

00:15:47: Ja super!

00:15:48: Ja.

00:15:48: Und du hast am Anfang hast du fünfhundert Euro pro Woche genommen, pro Mitsegler und bist dann irgendwann auf achthundert hochgegangen?

00:15:55: Aber ich finde das immer noch total günstig!

00:15:57: Bisschen weniger sogar tatsächlich.

00:15:58: Am Anfang habe ich eben so zweihundertfünfzig dreihundert fünftig Euro genommen und mittlerweile oder gegen Ende der Welt umsehen.

00:16:04: wir waren es dann so fünfhundert bis sechshundert euro und da sind jetzt auch die Preise dich auf meinen Turns irgendwie aufrufe.

00:16:13: Einerseits irgendwie... Segeln von viel junger Wachsenergie bezahlbar zu halten.

00:16:19: Man muss sich ein bisschen beteiligen, weil Bootswartung ist einfach sehr teuer und viele Leute unterschätzen das auch die nicht segler sind.

00:16:27: Das erkläre ich dann ganz gerne auch mal kurz in so zwei drei Sätzen, die man an Leuten per Social Media schickt aber genau.

00:16:34: Jetzt bist du seit einem Jahr zurück?

00:16:35: Du bist gerade in Griechenland, in einer Kneipe kann hinten lesen oder in einem Restaurant Cucina Italiana.

00:16:41: daher auf die Hintergrundgeräusche Wie geht's dir jetzt?

00:16:44: Also du bist grad am Boot, ja.

00:16:46: Du machst es grade glaub ich wieder fit und du verschehrtest das ja auch... Aber wie gehts dir also?

00:16:50: Du bist zurück, lebst eigentlich in Berlin.

00:16:53: Wie kommst du damit klar?

00:16:54: Ich komme damit gut klar.

00:16:56: manchmal oder immer wieder sagen Leute so Ja, wie kannst du denn überhaupt wieder so normalen leben?

00:17:04: usw.

00:17:04: Und ich glaube dahinter steckt eine sehr romantische Vorstellung von der Welt um Segler-Tum.

00:17:10: Ja, es war eine logistische Herausforderung.

00:17:12: Es hatte magische Momente aber es war auch so ein Projekt.

00:17:16: was dann jetzt abgeschlossen ist habe ich erreicht und ich hab auch schon mal irgendwie so Leuten gegenüber irgendwie geschärzt so keine Ahnung.

00:17:23: irgendwie wenn ich morgen sterben würde dann wäre ich nicht ungürtig weil hier wieder so eins meiner größten Ziele in meinem Leben so einmal um die Welt zu sehen das habe ich gemacht und alles andere ist dann irgendwie so nice on top weniger Parthos sagen wir mal so.

00:17:38: Ich meine, ich habe ja vorher auch schon als Skipper gearbeitet.

00:17:40: Ich könnte immer wieder als Skipper arbeiten... Genau!

00:17:42: Das ist jetzt sehr versucht das Boot zu halten.

00:17:44: Ich bin leider nicht wohlhabend genug um wie die Jachtbesitzer alter Schule ihr Boot lang rumstehen zu lassen und nur zwei-drei Wochen im Jahr entgegenzunutzen.

00:17:55: Ich fliege jetzt alle sechs bis acht Wochen nach Griechenland macht dann eins bis zwei Wochen so Wartung, Pflege, Reparaturen hier hin und wieder ein, zwei Upgrades und zwischendurchsäge in einem anderen Skiffer mein Boot.

00:18:06: Und ja, mal schauen ist so ein bisschen der Experiment ob sich das trägt.

00:18:09: Ja klar entweder plus minus null oder vielleicht sogar ein bisschen was hängen bleibt und man dass dann zwischendurch immer wieder auch selber nutzen kann.

00:18:17: Und arbeitet es jetzt wieder als Journalist in Berlin?

00:18:19: Oder wo hat's dich hin verschlagen?

00:18:22: ich arbeite jetzt einen Jain bei der deutschen Energie Agentur.

00:18:26: Das ist ein Finghtank für erneuerbare Energien.

00:18:29: also siebenhundert Leute Feller die große Apparat und ich arbeite im Bereich Klimaneutrales Bauen.

00:18:34: Und macht da quasi Kommunikationen, also wir betreiben ein Portal Gebäudeforum.de was für Fachleute so neue Entwicklungen zusammenfasst, weil ich klimaneutral ist bauen.

00:18:48: Ich mache da Visualisierung Infografiken Social Media genau so ein bisschen Mischmasch jetzt nicht mehr so viele Texte schreiben.

00:18:56: Also der Beat in einer Tageszeitungskontaktion ist deutlich höher aber einfach anders.

00:19:01: Ja klar.

00:19:02: Jetzt wirst du Vater?

00:19:04: Das ändert das Leben ja nochmal,

00:19:06: d.h.,

00:19:06: die nächste Weltumselung steht erst mal wahrscheinlich nicht an.

00:19:09: Also bist du auf dem Weg jetzt gesettelt zu sein.

00:19:11: so geht es in diese Richtung?

00:19:13: Ja who knows.

00:19:15: Scheint so oder sagen wir mal so ich habe schon zu meiner Freundin geschärft bin bereit jetzt.

00:19:19: Es gibt da viele Männer Ende zwanzig Anfang dreißig die dann noch irgendwie so ein bisschen reisen wollen und noch nichts setteln wollen und wahrscheinlich war

00:19:27: auch mit Mitte fünfzig

00:19:28: Gibt's auch mit Mittefünfzig, genau.

00:19:30: Aber ich würde jetzt sagen so, jetzt bin ich bereit dafür und who knows?

00:19:34: Und vielleicht ist es ja gar nicht so sehr ein Widerspruch.

00:19:38: also es gibt ja durchaus Leute die mit Kids oder auch mit kein Kindern auf Boden segeln oder teilweise überleben.

00:19:46: mal schauen wie Joe's Trummer von The Clash mal gesagt hat the future is unwritten.

00:19:52: wir werden sehen.

00:19:53: Jetzt war da eine Freundin auch auf mehreren Etappen dabei.

00:19:56: Was hat das mit euch als Paar gemacht?

00:19:58: Also war danach euch klar, es passt.

00:20:00: Jetzt können wir ernst machen sozusagen!

00:20:04: Das ist so ein bisschen sagt man so, ne?

00:20:06: Schon also... Ja, war eine Herausforderung.

00:20:10: Wir haben viel getextet.

00:20:14: Aber genau ich denke wenn das übersteht nicht nur Fanbeziehungen was für mich in einer anderen europäisches Land werden Erasmus oder sowas ja sonst viele Leute machen oder so, denke dann hat man schon eine stabile Partnerschaft.

00:20:29: Ja, Moritz ich wünsche dir alles Gute vor allem mit dem Kind da natürlich und für alles Weitere!

00:20:35: Und für euch wenn ihr mehr über Moritz wissen wollt MagicalOceanSailing.com Da erfahrt Ihr alles aber das schreiben wir Euch natürlich auch in die Show Notes.

00:20:42: Moritz Danke hat Spaß gemacht.

00:20:43: Ich wünsch Dir Alles Gute viel Spass in Griechenland und dass irgendwann sich eine neue Tür wo auch immer hin öffnet.

00:20:56: Gebt uns gerne Feedback und schreibt an

00:20:58: podcastatjacht.de.

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