#71 Low Budget durch Europa: Segelneulinge leben ihren Traum – mit Antonia von Lamezan und Lukas Hoppe
Shownotes
Antonia von Lamezan und Lukas Hoppe sprechen über ihr mutiges Abenteuer, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und als Segelneulinge mit ihrem Boot „Eleanor“ Europa zu erkunden. Ursprünglich in Berlin lebend, verwirklichten sie nach langer Planung ihren Traum und brachen in der Ostsee auf, um über Kanäle bis ins Mittelmeer zu segeln. Trotz mangelnder Vorerfahrung im Segeln meisterten sie Herausforderungen und trafen den Entschluss, eine Malö 40 zu kaufen. Sie berichten von der Finanzierung des Abenteuers, eindrucksvollen Erlebnissen, wie der Begegnung mit einem Finnwal, sowie von stürmischen Nächten und unerwarteten Überraschungen.
Zurück an Land fiel der Abschied vom Wasser schwer. Beide reflektieren über die Lehren aus ihrer Reise und die Bedeutung, die Komfortzone zu verlassen. Ihr Boot steht derzeit in Griechenland zum Verkauf und ob es für die beiden zeitnah nochmal aufs Wasser geht, verraten euch Antonia und Lukas in dieser Episode des YACHT-Podcasts.
Weitere Eindrücke von Antonia und Lukas und ihrer „Eleanor“, findet ihr auf Instagram.
Wenn ihr noch nicht genug von Segelthemen habt, dann schaut unbedingt auf www.yacht.de! Außerdem halten wir euch bei Instagram, Facebook, TikTok und YACHT tv immer auf dem Laufenden!
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen beim Podcast der Yacht Europas größtem Segelmagazin.
00:00:04: Mit Journalist und Segner Tim Kruse, es spricht mit Menschen die den Wind kennen wie Verantwortung tragen und echte Geschichten erzählen.
00:00:12: Segeln für die Ohren jeden Freitag neu!
00:00:15: Es gibt diesen einen Traum den erstaunlich viele Menschen teilen irgendwann aufs eigene Boot zu ziehen abzulegen und das Leben noch einmal anders zu denken.
00:00:23: Antonia von Lammezahn und ihr Partner Lukas Hoppe haben genau das getan.
00:00:28: Mit ihrer Eleanor waren sie anderthalb Jahre unterwegs, lebten ein Abenteuer, dass für viele nach absoluter Freiheit klingt.
00:00:35: Aber wie wird man eigentlich dann so'n Abenteurer?
00:00:38: Und was braucht es um wirklich abzulegen?
00:00:40: Wie viel Mut, wie viel Geld.
00:00:41: und über all das wollen wir sprechen heute mit Antonia und Lukas.
00:00:45: erst mal herzlich willkommen zum Yacht-Podcast!
00:00:49: Ja, wir hatten gerade schon ein kurzes Vorgespräch und habt mir gesagt ihr seid jetzt zurück in echten Jobs.
00:00:54: Antonia du bist Volontärin bei der Yacht ist natürlich super.
00:00:56: es ist ein schöner Job.
00:00:57: Lukas du arbeitest auf einer Baustelle als Bauingenieur sicherlich hart aber man muss ja auch dann irgendwann wieder Geld verdienen.
00:01:03: Antonias sagt mir wie es euch ging als euch klar war okay ihr müsst irgendwann auch dieses Bootsleben wieder beenden zurück ins normale Leben gehen.
00:01:12: Wie fühltet ihr euch danach nach dieser langen Freiheitsphase?
00:01:15: Also wir haben das eigentlich von Anfang an so angesetzt, dass wir ja nicht ein komplettes Aussteigerleben ab jetzt hören werden sondern für eine begrenzte Zeit machen werden.
00:01:24: Und ja zuvor im Jahr dran gedacht haben, dass es irgendwann ansteht war das noch ganz schwierig sich vorzustellen, irgendwann vom Boot runterzuziehen und das auch zu verkaufen.
00:01:32: eines Tages so ich glaube mit der Zeit... Wir hatten uns vorgenommen dann in diesem Jahr wieder zurückzukommen hat man sich an den Gedanken gewöhnt und sich darauf eingestellt.
00:01:42: Jetzt freuen uns auf das neue Kapitel!
00:01:44: Dann schon die Tür aufgemacht, dass du einen Voluntariat bei der Yacht bekamst.
00:01:48: Wie ist denn das für dich gelaufen?
00:01:50: Ja also ich hatte während der Zeit auf Reisen noch meinen bisherigen Job aus Berlin weiter gemacht und da hatte ich aber auch eben ein großes Glück, dass mir das Vertrauen entgegen gebracht wurde, dass ich von unterwegs arbeiten darf und Stunden reduzieren darf.
00:02:03: trotzdem habe ich unterwegs gemerkt ja wir sind wortwörtlich haben sich hat sich mein Horizont erweitert oder ich hab neue Horizonte gesehen und gedacht wenn ich wieder zurückkomme in einem Vollzeit, Arbeitsplatz.
00:02:15: Dann muss ich noch mal was anderes für mich
00:02:17: finden.".
00:02:18: Dann habe ich überlegt, dass ich eigentlich gerne Geschichten erzähle und schreibe.
00:02:23: Und bin dann darauf gekommen, dass Delios Clasing oder die Yacht ja ein ziemlich toller Arbeitgeber wäre, weil es eben um das Thema geht, was mich begeistert, roten Segeln und Reisen... Dann hab' ich einfach mal geschaut ob es gerade offene Stellen gibt und mich beworben.
00:02:40: Also so einfach!
00:02:42: Es war einfach essentiell, einmal so rauszukommen und dann nochmal mit ganz neuen Perspektiven neu zu starten.
00:02:49: Und wie geht es dir Lukas?
00:02:51: Ja ähnlich ich glaube auch so.
00:02:53: diese Zeit war so cool weil man auch irgendwo eine Begrenzung hatte.
00:02:56: tatsächlich uns hätte sich für einen ewig langen Urlaub angefühlt.
00:03:00: Es wurde dadurch wertvoll dass das eine begrenzte Zeit war.
00:03:03: der Abschied ist uns sehr schwer gefallen aber Man freut sich jetzt näher an Freunden und Familien zu sein, muss man auch sagen.
00:03:10: Die Vorteile von der Zivilisation laufend Wasser eine Dusche immer griffbereit zu haben das ist auch nichts zu unterschätzen tatsächlich
00:03:16: auf jeden Fall.
00:03:16: aber
00:03:17: wir haben auch gesagt es wird ein letztes Boot gewesen sein also irgendwann wird's uns wieder aus Wasser ziehen.
00:03:23: Ihr hattet vorher in Berlin gelebt.
00:03:24: habt ihr da eure Wohnungen unter vermietet?
00:03:26: oder wie habt ihr das gemacht?
00:03:28: Ja genau, wir haben bei der Vermietung angefragt ob wir untervermieten dürfen und die haben zugestimmt.
00:03:34: Zufällig haben auch gerade Freunde von uns eine Wohnung gesucht und dann sind die dort eingezogen.
00:03:39: Wir haben auch einen ganzen Tal unserer Möbel erst mal dargelassen Und das war für uns ein bisschen Psychologische Sicherheit noch wieder zurückkehren zu können in die Wohnung.
00:03:49: und als sie nach ein paar Monaten gemerkt haben Das läuft gut auf dem Boot und wir wollen es weiter machen dann haben wir uns entschieden, dass wir auch die Wohnung irgendwann auflösen werden.
00:03:59: Ah okay und was damit euren Klamotten und Möbeln?
00:04:02: Und was man alles so besitzt?
00:04:03: Da haben wir das große Glück, dass unsere Eltern Kellerräume haben wo wir sie unterstellen durften.
00:04:08: Ah ok ja praktisch.
00:04:10: Dann sind wir nochmal nach Deutschland gekommen und haben einen Umzug gemacht.
00:04:13: Lass uns mal vorne anfangen.
00:04:14: also ihr habt ganz lange gespart um dann am Ende dreißigtausend Euro für ein Boot auszugeben.
00:04:20: Wie habt ihr euch denn dann entschieden welches Boot ihr kauft?
00:04:23: Also was waren da eure Kriterien, wie kommt man dann dahin?
00:04:26: schließlich zu diesem wahrscheinlich wichtigsten Schritt in euerm Leben.
00:04:30: Ja also wir sind sehr sehr blauäugig an das ganze Rang gegangen am Anfang.
00:04:34: Wir waren beide keine Serikler vorher immer mal mit gesegelt aber hatten nicht viel mit Boten oder... mit Segeln am Hut.
00:04:42: Wir hatten so ein paar Kriterien, also wir wollten Stehehöhe für mich haben.
00:04:46: das war wichtig.
00:04:47: Wir wollten keine komplette Baustelle irgendwie kaufen.
00:04:49: Also wir wollten halt die Zeit, die wir da uns dann genommen haben auch nutzen zum Segel und jetzt nicht nur auf dem Bootsjahr drum zu hängen Und eine Achtakajüte war noch ein Kriterium für uns dass wir Gäste an Bord empfangen können.
00:05:01: Ja und dann sind wir tatsächlich irgendwann mal in einem Campingurlaub.
00:05:05: In Holland sind wir einfach mal zum Hafen und haben uns da ein paar Brote angeguckt.
00:05:08: So sind wir da mal damit gestartet und haben uns dann im lauf der zeits sechs sieben acht botel angeguckt teilweise in berlin einfach teils also vor der haustür.
00:05:17: teilweise sind wir dann mal lange wochen ende kombiniert um erstmal ein gefühl für boote zu bekommen.
00:05:23: Und ja, dann haben wir irgendwann sind wieder auf die malen ist gekommen hat uns da mal einer angegückt.
00:05:29: die war allerdings ein bisschen renovierungsgedürftigen zustand.
00:05:32: aber dann haben immer nach diesem modell mali-vierzig ausschau gehalten.
00:05:36: Und dann irgendwann unsere ellenor gefunden.
00:05:38: tatsächlich glaubt Sieben, acht, neun Bootsbesichtigungen waren es bis dahin.
00:05:42: Es war eine Zeit also hat zwei Jahre gedauert und wir wollten dann ja auch nicht irgendwas kaufen.
00:05:46: oder das erste Boot.
00:05:48: Ist ja ein Langkeeler ist ja mit allen Vor- und Nachteilen.
00:05:51: würdet ihr Antonia heute sagen, dass war eine gute Entscheidung?
00:05:55: Ja absolut!
00:05:56: Also das Gefühl von Stabilität und Sicherheit das war für uns als Einsteiger glaube ich ziemlich wichtig Und wenn man gerade auf langen Strecken liegt sie einfach so ruhig im Wasser.
00:06:07: Auch manövrierfähigkeit ist eigentlich auch super vorwärts zumindest, dass das ja allgemein bekannt rückwärzt ist.
00:06:13: Das ist ein bisschen schwieriger.
00:06:14: dann muss man sich einfinden.
00:06:15: aber da kommt man auch hin wenn man mit ein bisschen Übung und würde ich immer wieder so machen.
00:06:21: Der hat wahrscheinlich auch keinen Buchstrahl oder ne?
00:06:23: Nein.
00:06:24: Ja
00:06:24: klar.
00:06:25: So sehr fehlerverzeihend das Boot auch beim Segeln und gerade wenn man neu da ist also nicht jede Böe wirkt dann gleich ganz scary sondern es war für uns das perfekte Boot.
00:06:36: Super gut!
00:06:37: Und ihr wart beide jetzt keine erfahrenen Segler, muss man sagen.
00:06:41: Also woher kam denn dann der Traum?
00:06:44: Zu viele YouTube-Videos geguckt.
00:06:46: Also ja irgendwie so Sailing la Bergerbond und so.
00:06:50: ich glaube das ist ziemlich bekannt.
00:06:52: nur damit habe ich mir viele Stunden um die Ohren geschlagen und dann hab' ich nach meinem Studium mal bei Hand gegen Koja angeheuert und hab' eine längere Tour gemacht Durch die Biscaya und da haben wir dann Toni eingesammelt in Portugalen sind weiter auf die Kanaren gesegelt.
00:07:08: Ja, und diese Zeit wo wir eine Woche zusammen auf dem Meer waren ich glaube das so dieser Traum oder diesen gemeinsamen Traum geboren worden.
00:07:15: Und ja aber dann haben wir uns danach mal zusammengesetzt und gesagt ja es wäre schon cool ein eigenes Boot auch zu haben.
00:07:21: was müssten wir denn dafür machen?
00:07:23: Und dann sind wieder Sparplanen aufgestellt irgendwann nach und nach unsere Segelscheine erst einmal gemacht haben wir uns so langsam in dieses Thema eingefuchst.
00:07:33: Wir waren so begeistert, als wir da vor dieser Segelreise nach Hause kamen war das wirklich dann ein großer Traum geboren.
00:07:39: und dann haben wir wirklich geguckt was ist im realistischer Zeitraum?
00:07:43: Was ist ein realistisches Budget?
00:07:45: Was is es dahin zu tun und dass so wirklich so als gemeinsames Projekt direkt angegangen... Das war auch so als paar total cool sich das so vorzunehmen und zu sehen.
00:07:53: Dann Schritt für Schritt wir kommen dem immer näher und das klappt auch!
00:07:57: Ihr habt das Boot in Norddeutschland gefunden,
00:07:59: richtig?!
00:07:59: Ja genau
00:08:00: und seid dann eben nicht außen rum über die Biskarier, was ja... also ich bin die Biskerier mehrfach gesegelt.
00:08:05: Ich weiß, was es bedeutet!
00:08:06: Und ihr habt es schlauer gemacht und seid einfach die Kanäle runter.
00:08:10: Also dann am Ende sogar über die Rhone bis runter, dann macht's sehr richtig?
00:08:13: Genau in der Nähe von Marseille sind wir rausgekommen so.
00:08:16: Wie war das?
00:08:18: Eine besondere Erfahrung.
00:08:20: Lang!
00:08:22: Also auch total toll.
00:08:23: mal so bin Zu fahren ist auch sehr schön, weil man halt durch so viele Städte kommt.
00:08:29: und ja mit dem Boot.
00:08:30: also wir sind durch Amsterdam gekommen.
00:08:32: Durch Maastricht später auf der Reise durch Lyon und Avignon und das war halt total cool mit dem boot in solche Orte zu kommen.
00:08:42: aber Was man dazu sagen muss, wir haben das im Herbst und Winter gemacht diese Überführung.
00:08:46: Das war auch so der Hauptgrund warum wir nicht durch die Bessayer wollten als Anfänger weil uns das dann einfach eine Nummer zu wild war.
00:08:51: da sind ja auch mächtige Herbststürme immer.
00:08:54: Das hieß dann aber am Umkehrschluss auch dass es ziemlich kalt war und feucht auf dem Boot.
00:08:58: Und zwischenzeitlich, wenn man so durch die Adennen fährt, durch Nordfrankreich da ist auch eine ganze Weile nichts also an Zivilisation sage ich mal sondern man fährt durch schöne Verneider- und Berglandschaften durch Tunnelüberbrücken Wasserführende Brücken also faszinierende Landschaften.
00:09:13: aber es war halt trotzdem dabei auch immer sehr kalt und frat nachts oder morgens hat man diese Feuchtigkeit im Boot sehr stark bemerkt.
00:09:20: Habt ihr mal die Schleusen gezählt?
00:09:21: Die ihr so durchfahren musstet?
00:09:23: In zweihundertdrehen
00:09:25: achtzig.
00:09:25: Wir
00:09:25: hatten eine Strichliste bei uns im Bootshängen und dann immer ein Strich geführt, sobald wir rausgefahren sind.
00:09:33: Das war auch nach drei Wochen schön Landschaften.
00:09:36: Irgendwann reicht es tatsächlich mal.
00:09:39: Die Schleusen sind mehr oder weniger gut in den Schuss gehalten.
00:09:43: Es kann eine Stunde davor warten bis die aufgeht.
00:09:46: Manchmal muss man einen Techniker rufen.
00:09:48: Also wir waren froh angekommen zu sein am Ende.
00:09:52: Ich finde Fluss und Strömung fahren, also auch unter Motor häufig nicht so einfach.
00:09:58: Also gerade mit einem Langkieler stelle ich es mir teilweise auch dann gefährlich vor dass ein die Strömungen doch weg treibt und irgendwohin driftet.
00:10:06: und hat die Idee da auch so Themen?
00:10:08: Ja auf dem letzten Teil der Reise als man dann auf der Wohnen und Zaun war also vorher auf den Kandel hat man eigentlich keine Strömungs.
00:10:14: das ist relativ einfach dazu fahren.
00:10:18: Aber dann auf den großen Flüssen, da muss man auch schon mal ein bisschen mitdenken.
00:10:23: Dazu kommen dann auch Schiffsverkehr auf jeden Fall nahe und diese großen Penisch die da längst fahren, das ist nichts zu unterschätzen.
00:10:30: Und gerade wenn man da mal von der Schleuse irgendwie in der Strömung warten muss, da musste man sich schon ein bisschen konzentrieren.
00:10:34: Irgendwie aber ja irgendwie Bug in die Strömungsstellen, dann geht es eigentlich schon, dann kommt man da schon ganz gut klar mit.
00:10:42: Aber wir hatten auch mal einen brenzlichen Moment da.
00:10:46: Das war ein Avignon, also schon recht zum Ende hin.
00:10:48: Da haben wir angelegt und wollten zum Tank anlegen.
00:10:51: Und das war aber ein recht maroder Steg!
00:10:54: Und in dem Moment als ich schon übergesprungen bin hat die Hafenmeisterin wie Wild geschrieben dass wir da nicht anlegen dürfen und da weg müssen.
00:11:01: Ja, ich wollte gerade Leinten wieder losmachen und aufs Boot springen und habe in dem moment... Also später haben wir gelernt, wie wir uns da besser absprechen.
00:11:09: Aber hatte Lukas den Motor ausgemacht?
00:11:12: Und zu dem Zeitpunkt hatten wir leider das Problem, dass unser Zündschloss nicht richtig funktionierte.
00:11:18: Wir mussten für unseren Motor immer mit einem Schraubenzieher am Anlass da direkt starten und dann ging es schon los, das Bootabtrieb war da eine richtig starke Strömung.
00:11:32: Da kommt ja auch diese berühmte Brücke von Avignon kam ein paar hundert Meter weiter und ich sah schon das Boot wegtreiben.
00:11:38: Und Lukas hat es aber wirklich geistesgegenwärtig geschafft, also ich stand am Steg hatte die Leinen schon losgelassen er trieb ab und ist dann Herr Tschwell die Motorklappe geöffnet hat es geschafft mit diesem Schraubenzieher den Motor wieder zu starten und das Boot unter Kontrolle zu bringen und dann wir heranzufahren.
00:11:54: Aber das hätte richtig ins Auge gehen können auf jeden Fall.
00:11:58: Das war
00:11:59: generell bei dieser ganzen Tour.
00:12:00: Man hat wirklich gebetet, dass nichts passiert ernstes mit dem Motor.
00:12:04: Die kleinen Reparaturen können wir natürlich selber machen aber da ist man auch im Niemannsland Bootsmechaniker sind ragesät und das war auf jeden Fall ein Lehrer, dass wir es so schnell repariert haben.
00:12:16: Ja ich kenne das auch so ein bisschen fertig Angst immer mit ne?
00:12:21: Ja, also man hat schon ein bisschen Kopfkino was alles passieren könnte.
00:12:25: Das hält einen natürlich aber auch irgendwie... Aufmerksam!
00:12:28: Man bleibt irgendwie aktiv richtig.
00:12:30: Also man muss halt irgendwie zwei Schritte weiter vorausdecken beim Boot.
00:12:34: Ja das war vielleicht auch so dass wir dann am Anfang als wir das Boot neu hatten da haben wir uns wirklich auch sehr viel Zeit gelassen mit allem und eigentlich nur bei gutem Wetter gefahren.
00:12:42: Haben uns ganz genau im Detail abgesprochen wer was macht und wo zieht usw.
00:12:47: Und das hat glaube ich auch so zum Einstieg ganz gut geholfen, langsam ran.
00:12:51: Anfangs sehr anders wenn man auf einmal auf seinem eigenen Boot ist und selber nach dem Volldruck ist als mitzusegeln.
00:12:57: Absolut!
00:12:58: Und ihr seid dann irgendwann im Mittelmeer angekommen was für mich immer noch das schönste Allermeere ist und seid dann einfach mal Richtung Osten gesegelt?
00:13:05: Und hattet ihr da so ein Plan oder war so?
00:13:07: ne... Erstmal wir wollen erst mal so.
00:13:09: erste Ziel Corsica
00:13:10: Weiß gar nicht.
00:13:11: also ich glaube es lag so ein bisschen auch an der Jahreszeit bedingt dass wir noch Osten gesegelt sind.
00:13:16: Also wir sind dann im Jahr Dezember sind wir angekommen im Mittelmeer in Südfrankreich und sind dann im Januar losgesägelt wieder nach einer kurzen Weihnachtspause.
00:13:25: Und genau die vorherrschenden Winde gehen halt auch Richtung Osten, also das war ein bisschen naheliegend, dass wir in die Richtung segeln und dann Korsika lag auf dem Weg kann man irgendwie so sagen.
00:13:39: Fanden mir wunderschön!
00:13:41: Wir waren noch nie da, war nicht auf unserer mentalen Liste Aber da waren wir am Ende, glaube ich, auch noch halb Monate auf Corsica.
00:13:48: Also wirklich kann man nur empfehlen, da mal vorbeizukucken.
00:13:51: Wunderschönen Landschaften zum Begeln toll!
00:13:53: Ja
00:13:53: finde ich auch ist die schönste Insel, die ich kenne.
00:13:56: Ja aber so vielseitig.
00:13:57: also du hast wirklich alles ne?
00:13:59: Also wunderschönes Strände, Welter Berge super.
00:14:03: Wie war es dann für euch auf dem Boot und auf dem Meer?
00:14:06: das ja immer eine völlig neue Nummer.
00:14:07: wie lange habt ihr gebraucht bis ihr euch wohl fühlte dass Boot kannte selbstbewusst sein hattet usw.
00:14:12: Also wir haben vor der Kanal-Tour, haben wir noch so drei Monate auf der Ostsee den Turn gemacht um das Boot kennenzulernen.
00:14:20: So einen Ausbildungsturn nennen wir es immer.
00:14:22: also wir sind da in Norddeutschen losgefahren und dann über Dänemark, Schweden und Polen so einen großen Broken gefahren.
00:14:29: Der konnten jetzt auch schon drauf mehr ersegern.
00:14:31: Das war jetzt nicht... ganz neu für uns, aber ja wieder rein zu kommen hat dann ein bisschen gedauert und Mittelmeer segeln ist auch schon sehr anders als auf der Ostsee tatsächlich unterwegs zu sein.
00:14:43: Korsika rüber gesegelt sind.
00:14:44: Das war dann auch das erste Mal, dass wir länger unterwegs waren also über Nacht nur zu zweit gesegelts sind.
00:14:49: Es war auf jeden Fall dann auch schon aufregend und
00:14:51: da muss man auch dazu sagen bei uns ist es immer per Hand gesteuert haben.
00:14:54: Also wir haben Autopiloten an Bord aber halt der ist schon alte und dem haben wir nicht ganz vertraut immer und wusste auch nicht genau wie viel Energie er zieht.
00:15:02: Wir haben dann lieber darauf gesetzt per Hand zu steuern und dann sind natürlich auch so längere Strecken von eben vierundzwanzig oder achtenvierzig Stunden halt Anders anstrengend, wenn man die ganze
00:15:12: Zeit.
00:15:12: Voll anstreggend
00:15:13: ja.
00:15:13: Aber ich würde auch sagen dass wir auf dem Mittelmeer erst richtig angekommen sind im Bootsleben und das auch so richtig demidießen konnten.
00:15:22: erst da weil vorher war das segeln für mich zumindest auch immer noch mit viel Stress verbunden weil man nicht so drin noch nicht so Routine hatte.
00:15:32: Eine ganz neue Erfahrung war überhaupt zu segeln und dann auch noch selbst verantwortlich zu sein.
00:15:36: Sein gesamtes Erspartes, da reingesteckt zu haben.
00:15:39: So ist man auch am Anfang bei ich zumindest schon recht ängstlich oder gestresst ein bisschen.
00:15:45: Ja als wir dann da ankamen, da kannte man dann also unter Motor fahren innen und ausländig weil das hat man wirklich dann in den Schleusen und Kanälen gelernt und ja und war auch mit Segeln schon Vertrauter Und dann war es auch so das erste Mal dass die so aufgeadnet haben und gesagt haben jetzt bleiben wir einfach mal So lang wie wir Lust haben an einem Ort.
00:16:02: Vorher war das so ein bisschen, dass wir uns getrieben gefühlt haben weil man wusste es kommt der Winter bis dahin ist es wäre schön im Süden zu sein.
00:16:10: Haben wir nicht ganz geschafft?
00:16:12: dann eben als dann der Frühling wieder begann im Mittelmeer da waren wir entspannt.
00:16:16: Ja
00:16:16: verstehe ich ist auch die schönste Jahreszeit.
00:16:18: Was man irgendwie auch nicht oder schätzen darf ist so dieses aufs Boot ziehen und also seinen Lebensmittelpunkt zu haben.
00:16:24: Das hat uns auch.
00:16:25: also es dauert tatsächlich Man muss sich halt irgendwie neu einfinden man muss mit sehr viel weniger Platz klar kommen ... dieses Boot auch erst mal kennenlernen.
00:16:32: Das hat auch wirklich einen... ... drei Monate für ein Jahr gedauert, würde ich sagen,... ... dass man sich da wirklich so zu Hause gefühlt hat.
00:16:38: Wir haben uns das am Anfang wie einfacher vorgestellt.
00:16:40: Also man packt seine Sachen in seiner Wohnung, zieht dann irgendwie aufs Boot und ist dann da zuhause aber so.
00:16:46: Es ist eine Umstellung, es braucht halt Zeit einfach.
00:16:50: Und genau wie Toni meinte als wir dann unten in Frankreich waren, dann war man angekommen.
00:16:55: Und dann ging es weiter über Sardinien, uns als Sizilien bis ihr irgendwann in Griechenland gelandet seid.
00:17:00: Würdet ihr im Nachhinein sagen, da waren die anderthalb Jahre auch schon um?
00:17:03: War das plötzlich so zack?
00:17:04: ist das vorbei?
00:17:06: Ja also die Zeit rast auf jeden Fall gerade wenn man so tolle Erlebnisse jeden Tag hat und irgendwie in der nächsten schönen Bucht ist und tolle Leute kennenlernt.
00:17:13: Also wir haben uns dann immer angeguckt und irgendwie ach krass!
00:17:16: Das ist jetzt schon wieder ein halbes Jahr her dieses Erlebnis irgendwie dieser Segelturn oder was auch immer diese Tauchgang was man halt zugemacht hat.
00:17:25: Ja, es ist beides.
00:17:26: also die Zeit rast aber man ist halt auch so voll mit eindrücken.
00:17:30: deswegen wirkt das auch nach einer langen Zeit irgendwie dann.
00:17:34: Also beides ja genau.
00:17:37: Antonia wie ging's dir während der Reise?
00:17:39: So warst du dann irgendwann wirklich voll da wo du sein wolltest oder schimpft immer noch sowas mit sowas so ein Angstgefühl und eine Unsicherheit.
00:17:48: und was wird los?
00:17:49: oder warst Du denn jemand voll da?
00:17:51: Ja, ich würde sagen ab dem Mittelmeer war ich dann voll da.
00:17:53: Und da war es auch gut dass wir also... Wir hatten uns das so ein bisschen offen gelassen eineinhalb zwei Jahre.
00:17:58: Also insgesamt weil der Prozess eben zwei Jahre, dass wir aus unserer Wohnung raus und bis wir wieder in die Wohnung jetzt reingezogen sind, dass für uns eine längere Zeit da genommen haben.
00:18:07: Weil man wie Luca ist das gerade schon erzählt hat eben schon echt einige Monate brauchte um reinzukommen aber gleich andersrum auch wieder einige Monate um rauszukommen.
00:18:17: Also es war dann schon so, dass wir jetzt wussten, wir wollen zum Frühling-Sommer-Achzehnzwanzig wieder ins Festland leben starten und hat man schon halt vier Monate vorher angefangen sich darüber Gedanken zu machen.
00:18:28: aber dazwischen hatten wir eben ein Jahr in dem man einfach da sein konnte und das Leben im Jetzt genießen konnte und wir haben nebenbei auch noch Teilzeit gearbeitet.
00:18:39: Das heißt wir waren finanziell abgesichert, hatten da keine Sorge Ja, und das war dann irgendwann eben ab Frühjahr XXV so dass ich das einfach komplett genießen konnte.
00:18:51: Als ihr da unterwegs wart hattet ihr so diese unglaublich schönen Erlebnisse die man so nie vergisst fällt dir was spontan ein.
00:18:59: Ja, also ein herausragendes Erlebnis.
00:19:01: was wir hatten war vor der Küste von Sizilien und zwar sind wir da im Wahl begegnet.
00:19:06: Das muss ein junger Finnwahl gewesen sein.
00:19:09: das haben wir später über Aufnahmen die wir gemacht haben recherchiert und ja das ist einfach unglaublich.
00:19:15: Wir haben überhaupt nicht damit gerechnet überhaupt da in Mittelmeer Wale zu sehen und es war auf dem Weg zu den liparischen Inseln Abend Nacht hinein gesegelt und ja auf einmal tauchte dieses riesige Tier neben uns auf.
00:19:33: Und man hat natürlich schon oft Videos gesehen und Geschichten gehört, aber es ist wirklich was ganz anderes wenn man die Präsenz von so einem riesigen Lebewesen neben sich spürt.
00:19:43: Der ist auch unter unserem Boot hindurchgetaucht und hat uns ein ganzes Stück begleitet.
00:19:47: das war wirklich ein großes Highlight für uns.
00:19:50: Ja ich glaube dass Wale uns auch unglaublich viel bedeuten weil es einfach die größten Meeressäuger eben auch sind.
00:19:55: Vielleicht erklärt sich auch diese ganze Timmy-Geschichte damit, dieser Wahl der jetzt aus der Ostsee rausgefahren wurde und da so lange lag.
00:20:02: Hattest du das Gefühl dass er euch vielleicht sogar richtig anguckt oder dass der so eine Connection aufbaut?
00:20:08: Ja in dem Sinne, dass er auf jeden Fall neugierig war was wir dafür ein Objekt sind und mehrfach um uns herum geschwommen ist.
00:20:16: Ein kleines bisschen schwamm natürlich auch oder schwangen bei mir so Sorge mit, dass der dann auch mit uns spielen möchte.
00:20:22: Oder das Ruder interessant ist für ihn und es war jetzt ja auch kein Orker sondern ein Filmwahl.
00:20:28: aber trotzdem wenn man auf einmal so'n riesiges Tier neben sich hat Man merkt eben auch wie klein man ist und dass das alles mit einem machen könnte.
00:20:35: Aber Ja eine Verbindungsaufnahme war auf jeden Fall da.
00:20:38: Das sind so Momente die man nie vergisst Und genauso gibt es aus solchen Reisen auch immer diese total schrecklichen Momente Die man eben auch nie vergiss.
00:20:46: Kannst du da was erzählen?
00:20:48: Ja, also... Da kommt mir gerade in den Sinn eine Nacht im Griechenland.
00:20:53: In einem kleinen Kükladenhafen und es war schon Herbst!
00:20:57: Und wir haben völlig unterschätzt wie stark der Wind wird in der Nacht und haben uns auf die falsche Seite des Hafens gelegt.
00:21:06: Die Wellen schwappten viel stärker als erwartet in diesem Hafen rein und haben dann mitten in der nacht ging das erst los immer gegen die Keimauer geworfen.
00:21:15: Und wir haben uns dann aber auch nicht getraut, im ersten Moment abzulegen und woanders hinzufahren weil die Welli groß waren und dann doch schon echt der Wind richtig gepustet hat.
00:21:28: Man hat dann halt immer gehört wie das Boot so gegen diese Betonbauer kracht und Lukas ist dann raus und hat versucht das Boot abzuhalten.
00:21:36: ich bin rumgelaufen im Hafen hab Fender zusammengesucht um das Boot zu schützen.
00:21:40: ja das hat schon einiges an Schrammen bekommen in dem Moment.
00:21:44: Und dann haben wir uns irgendwann dafür entschieden und überlegt, wie wir das von dem Ort wegbringen können – und es hat auch geklappt!
00:21:50: Aber das war auf jeden Fall abenteuerlich und hat auch ein ganzer Entscheidungsprozess dahin.
00:21:57: Das könnte ja auch was viel Schlimmeres noch passieren, dass man dann mit dem gesamten Boot irgendwie gegen diese Betonkalt drückt wird.
00:22:04: Ja.
00:22:05: Und warum hattet ihr da keine Fender?
00:22:08: Hatten wir um diesen geplatzt.
00:22:12: Das war schon ziemlich stark und man hätte viel mehr gebraucht, glaube ich auch größere.
00:22:18: Und wie seid ihr denn da weggekommen?
00:22:19: Was war dann eure Strategie?
00:22:21: Wir haben das Boot geschoben, kei entlang nach hinten zum Ende des Kais.
00:22:27: Dann haben wir erst das, also sozusagen schon ein Stückchen Überragte über das Ende des Stegs.
00:22:33: Da haben wir eingeschlagen, Lukas hat mich abgedrückt und dann habe ich ganz schnell weggesteuert vom Kai aber...
00:22:38: Also ihr habt euch verholt im Grunde?
00:22:40: Ja genau!
00:22:40: Wir haben uns verhohlt bis zum Ende des Steaks und dann abgedrügt und dann konnte ich schnell abdrehen mit Vollgasen.
00:22:49: Gab's sonst irgendwelche Sachen, wo du sagst, die hättest du eventuell gerne nicht erlebt?
00:22:53: oder sagst du ne alle diese Erlebnisse auch wenn sie wirklich schrecklich waren.
00:22:56: Waren dann eben doch gut um zu lernen?
00:22:58: Ja letzteres also wir hatten wirklich insgesamt ziemlich Glück und es ist nie irgendwas richtige Gefahr für Leib-und-Leben passiert.
00:23:07: Also von daher war das alles lehrreich.
00:23:10: Elektionen
00:23:11: ja.
00:23:11: ich sage immer auf solchen Reisen man braucht gar kein Glück man darf nur keinen Pech haben.
00:23:15: Das triffts gut glaube ich mehr.
00:23:19: Ihr habt jeden Tag jede Woche so zwei Tage gearbeitet?
00:23:22: Genau.
00:23:22: Und das reichte dann, weil so teuer ist das Bootsleben ja trotz der toren Häfen an der Côte d'Azur oder in Corsica... Dann geht's irgendwie ne?
00:23:29: Ja genau also das konnten wir zum Glück beide machen dass wir dann online arbeiten können.
00:23:34: Das heißt ihr hattet ein Zwei Einkommen.
00:23:36: Ja man kann jeder auch wenn man halt viel ankart und versucht auch ansonsten sein Leben günstig zu gestalten kam er auf jeden Fall auch mit viel weniger hohen Lebenshaltungskosten auf dem Boot leben, als das zum Beispiel in Berlin der Fall war.
00:23:48: Da waren allein schon die Miete viel mehr.
00:23:51: Wenn ihr jetzt zurückblickt gibt es so für die Leute, die uns zuhören, richtig blöde Fehler, die ihr gemacht habt wo ihr sagen würdet oh das hätten wir gerne vorher gewusst.
00:24:02: Ich würde sagen am Anfang waren Die haben sehr lange da im Hafengelegen und irgendwie versucht dieses Boot nochmal so nach unseren Wünschen irgendwie einzurichten.
00:24:12: Und hatten gedacht wir brauchen auch das Equipment Teil, und da müssen wir jetzt noch Geld reinstecken.
00:24:17: Das würde ich jetzt so nachher sagen man kann erstmal losfahren und mal gucken was man am Ende braucht.
00:24:22: Man kriegt ja von links und rechts immer sehr viel gesagt.
00:24:25: so ihr braucht umweg noch Klass und dass und jeder hat eine Meinung zu allen.
00:24:29: Ja im Nachhinein hätten wir einfach nur noch mal los fahren können.
00:24:32: Das ergibt sich dann ja auch auf dem Weg.
00:24:34: Man kennt seinen Boot immer am besten nach einer Zeit und dann bildet man sich seine eigene Meinung, das würde ich im Nachhinein irgendwie sagen könnte man besser machen.
00:24:45: Ist ein Lernprozess?
00:24:47: Was das Boot anbetrifft also das war am Ende doch eure Entscheidung die war gut so und ich meine ihr habt es auch keinen Vergleich.
00:24:53: aber da habt ihr wahrscheinlich auch Glück gehabt dass das Boot einfach auch richtig gut in Schuss war
00:24:59: Genau, also mit dem Boot waren wir von Anfang bis Ende total glücklich und zufrieden.
00:25:03: Also sehr gepflegtes Modell das war auf jeden Fall ein Vorteil auch ein großer Vorteil was sich auch jedem nur empfehlen kann.
00:25:10: der Voreigner war sehr kooperativ auch nach dem Kauf noch.
00:25:14: da hatten wir schon an von Anfang an ein sehr gutes Gefühl dass er uns alles ehrlich sagt und dann aber auch immer noch Tipps gegeben hat.
00:25:21: das war toll Super.
00:25:23: Und das Boot hat uns nie im Stich gelassen, also natürlich fallen bei einem viertzeig Jahre alten Boot auch mal Reparaturen an aber im Großen und Ganzen haben wir es da ziemlich gut getroffen.
00:25:31: Und jetzt wollt ihr das Boot verkaufen?
00:25:33: Ist ja so ein bisschen wie in Familienmitglied verkaufen dann nach
00:25:35: der Zeit.
00:25:37: Ja, das tut ja schon auch
00:25:38: weh.
00:25:39: Und es liegt jetzt in Griechenland
00:25:41: und
00:25:41: dann hofft ihr einfach, dass das irgendwie damit ihr wieder Geld reinkriegt?
00:25:44: Ja
00:25:44: genau, da ist es halt leider bei uns nicht drin, dass wir noch einen Boot halten neben der Wohnung.
00:25:50: Wir wissen jetzt ja auch viel Arbeit, das gut ins Schuss zu halten, was man alles eben machen muss damit, dass so ein tolles Zustand bleibt.
00:25:57: Es geht gerade nicht der Zeitpunkt bei uns.
00:25:59: So ein Boot ist eine große Verpflichtung auf das Entstand zu halten also voll... Voll Zeit, viel Geld, die da reinfiehst.
00:26:06: und das ist es so uns momentan einfach.
00:26:08: Können wir das nicht leisten?
00:26:10: Ich weiß von vielen Paaren, die gemeinsam auf dem Boot unterwegs sind dass sie an Bord wirklich zusammenwachsen und ganz ganz toll sind und als Team ganz toll funktionieren.
00:26:18: Und dann verlassen die ihr Boot kommen an Land und das Leben wird plötzlich schwieriger.
00:26:23: Habt ihr sowas auch erlebt?
00:26:25: Sag mir wenn das zu intim ist.
00:26:27: Also Tolltoll Schalbe ist ja noch nicht.
00:26:29: Wir kommen sogar verlobt wieder an den Rand und wir bleiben dabei, dass sie ja heiraten möchten dieses Jahr.
00:26:35: Ja ich glaube, wir sind auf jeden Fall stärker aus der Sache rausgegangen.
00:26:39: Trotzdem bin ich also auch ganz ehrlich nicht nur leicht.
00:26:42: Wir haben schon während der Zeit gemerkt selber, dass wir daran so wachsen als Paar und bisher zum Glück keine Probleme, die daraus entstehen.
00:26:51: Kannst du uns erklären wie ihr gewachsen seid?
00:26:53: Was das genau war?
00:26:55: Also ist es... Dass sich aufeinander verlassen können oder was.
00:26:57: es sind so die wichtigsten Punkte.
00:26:59: Ja, ich glaube das ist ganz zentral.
00:27:01: Also das konnten wir vorher auch aber uns aufeinander verlassen konnten wir vorher auch.
00:27:06: Aber auf dem Boot hat man das einfach nochmal so deutlich gemerkt dass es nur zusammen funktioniert Es einfach extrem wichtig ist dass man Hand in Hand arbeitet und natürlich kommt das auch mal zu einem Konflikt Aber dass man es dann schafft, das vielleicht nicht in dem Moment wo es gerade ungünstig ist ausdiskutieren zu müssen sondern trotzdem weiter zusammenzuarbeiten und wenn die Situation wieder entspannt ist kann man immer noch darüber reden.
00:27:29: Jetzt seid ihr zurück im Berufsleben?
00:27:32: Und ich weiß aber hier träumt natürlich auch schon wieder vom nächsten Boot.
00:27:34: habt ihr eben auch kurz so erwähnt gibt's da jetzt schon eine Idee oder einen Plan?
00:27:38: oder sagt ihr jetzt erstmal ankommen?
00:27:41: Früher oder später vor eurem dreißigsten Lebensjahr muss noch mal losgehen, so in die Richtung.
00:27:44: Wir sind tatsächlich schon hinter uns... also wir sind beide Anfangs-Dreißig mittlerweile.
00:27:50: Aber wir sind losgesiegelter bei Ich-Drei-Sicht du noch neunundzwanzig und genau jetzt dementsprechend zwei Jahre älter.
00:27:58: Also wir haben auch keinen konkreten Plan, wann es wieder losgeht aber sind uns ziemlich sicher dass irgendwann in unserem Leben nochmal ein Boot nach Rolle spielt.
00:28:06: Ja
00:28:06: auf jeden
00:28:07: Fall.
00:28:07: Genau, aber jetzt noch ohne Feste Timeline, jetzt wollen wir erstmal hier ankommen und das ist auch auf der End genug.
00:28:15: Wenn du jetzt wieder normal arbeitest, fehlst dir manchmal oder bist du gerade so mit allem gut?
00:28:21: Ja mir fehlt dass viele draußen sein schon natürlich.
00:28:24: es ist auch eine riesen Umstellung auf einmal ein ganz fest strukturiertem Tag zu haben.
00:28:29: ich glaube was mir hilft ist dass sich mich schon lange darauf eingestellt habe dass das jetzt wieder so sein wird und dass es auch in Ordnung ist.
00:28:35: also weil ich jetzt mich auch auf die Themen freue die ich jetzt erlebe und was sich jetzt alles Neues lerne.
00:28:43: Und, ich sehe es dann eher so... Ich habe diese Chance gehabt, diese ganzen tollen Erlebnisse zu sammeln und zu erleben und dafür bin ich extrem dankbar!
00:28:53: Jetzt kommt das nächste Kapitel.
00:28:56: Folgt ihr zum Schluss nochmal einen Aufruf starten an Leute, die auch überlegen sowas zu machen?
00:28:59: Sollen sie das machen?
00:29:00: Ja
00:29:00: ne?!
00:29:01: Also
00:29:01: machen oder nicht machen?
00:29:02: Die Antwort ist immer Machen.
00:29:04: Ja auf jeden
00:29:04: Fall.
00:29:07: Also wenn man so ein Traum hat, sich das einfach in kleine Stücke runterbrechen.
00:29:11: Was man auf dem Weg dahin noch machen muss und dann schafft man das auch.
00:29:15: Und irgendwie die Ausreden sind immer gern bei der Hand.
00:29:18: also warum man es nicht machen sollte aber warum man's machen sollt ist eigentlich nur weil mein Bock drauf hat und dann sollte man sich das auch trauen.
00:29:25: und also den Weg zurück gibt es immer.
00:29:27: dass war was wir uns immer gesagt haben.
00:29:29: also wenn wir das Boot jetzt an den ersten Felsen setzen oder wir merken das ist doch nichts für uns Zurück irgendwie in eine Wohnung kann man immer, im Job kann man auch immer wieder zurück.
00:29:41: Ja, also wie sie daft machen.
00:29:43: Dann hat man zumindest probiert so...
00:29:44: Genau!
00:29:46: Ja ihr habt es gemacht, herzlichen Glückwunsch.
00:29:48: Schön, das ist unvergesslich sowas und da hat man im Grunde der Mut, der lohnt sich und dann hat man sein Leben lang was von und das ist echt toll.
00:29:56: Man nimmt so viel mit, also man lernt so viel über sich selbst, über alle möglichen Dinge und es war ne geile Zeit.
00:30:04: Danke euch beiden.
00:30:05: Danke dir
00:30:06: Ja, danke.
00:30:07: Und für euch die uns zuhören und vielleicht ein paar Bilder brauchen, guckt mal auf Instagram unter Eleanors-Logbook und da findet ihr dann unglaublich schöne Bilder und dann die beiden vielleicht noch ein bisschen besser kennen und das lohnt sich auch jeden Fall da einmal reinzuklicken.
00:30:25: Das war der Segel Podcast der Yacht Jeden Freitag Nord.
00:30:29: Geht uns gerne Feedback und schreibt an podcastedjacht.de.
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